Replik zum Ausblick! Part V!

Experimente wagen und gewinnen!, titelt die Nr. 5 des Intendantenausblicks und es sei mir erlaubt nur auf zwei Sätze einzugehen, die den - ansonsten nämlich durchaus disktutierenswürdigen - Text zu einem Ärgernis gestalten.

"Im Kulturhauptstadtjahr war es unumgänglich, eine Fülle von neuen Formaten und Themen, oft auch von neuen Inszenierungsformen zu erfinden und zu erproben."
Ja, das mag sein, dass es unumgänglich war, aber es war vor allem möglich weil die budgetären Mittel gegeben waren! Und wieso war es im Kulturhauptstadtjahr unumgänglich? Das liest sich so, als ob Kulturhauptstadt Zwangserneuerung betreiben müsste, sich aber nicht darauf besinnen dürfte Bestehendes verstärkt zu fördern und nach vorne zu stellen.

"Wobei nicht vergessen gehen darf, dass, um Neues zu ermöglichen und zu finanzieren, auch ruhig mal alte Zöpfe fallen dürfen. Linz. Verändert,!"
Das wirklich ärgerliche daran ist, dass die Intendanz ihr Dauerthema wiederholt, ohne einen Vorschlag zu machen was denn konkret passieren soll. Im Kulturhauptstadtjahr wurde auf die Internationalisierung gesetzt – ist es das was das Neue sein soll. Und die Alten Zöpfe sind zumeist die, die den Weg geebnet und die Strukturen geschaffen haben, damit jetzt Neues entstehen kann.

Verfasst von claire schlamm (nicht überprüft) am 26. April 2010 - 20:55.

man erinnere sich an das bewerbungspapier zur europäischen kulturhauptstadt, das sich zu einem nicht unbeträchtlichen teil mit den initiativen der freien szene und deren innovationspotential geradezu gebrüstet hat. tanzen die dann nicht eins zu eins nach der pfeife, sondern wollen gar noch über etwas diskutieren, dann dürfen ruhig mal die "alten zöpfe" fallen.

wenn die dann nicht mal in der besagten suppe landen...

Verfasst von Anonymous (nicht überprüft) am 24. April 2010 - 9:00.

Die Intendanz hat schon Vorschläge gemacht, wie der Kultursektor belebt werden kann. Bespielsweise zeigt die Erfahrung von Linz09, dass das Publikum "experimentelles", wie Suppe zur Literaturlesung durchaus honoriert.

Verfasst von stefanhaslinger am 26. April 2010 - 9:51.

Gemeint waren auch nicht einzelne Programmpunkte, die Neu waren, sondern mit der Kritik an den mangelnden Vorschlägen war vielmehr gemeint, dass ein simples Neu gegen Alt spielen, nicht unbedingt als Vorschlag gewertet werden kann.

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