Bei den zuletzt Abgebildeten handelt es sich um Angehörige von katholischen farbentragenden Korporationen (CV), deren Vorgänger selbst in KZs waren und von denen einige im Widerstand sogar mit Kommunisten zusammengearbeitet haben. Sie waren gegen die deutschnationalen Burschenschaften, allerdings viele von ihnen auch für den Ständestaat.
Diese Unterscheidung ist wichtig, denn sonst könnte es passieren, dass man reflexartig reagiert, wenn man solche Uniformen sieht.
Genau solche Amtshandlungen sind der logischste Grund dafür, dass ab und zu jemand das Geld einsammelt. Organisiert natürlich. In den Krone-verseuchten Hirnen unserer MitbürgerInnen wird daraus dann der Pate, der im schwarzen Mercedes vorfährt und abkassiert.
Schluck. Angst. Es ist bestürzend, wie leicht in Österreich aus den Schwachen ein Bedrohliches bastelt wird. Mitfühlend zu sein ist ja nicht angenehm, wenn man sich in die Lage eines jemanden, dem es nicht gut geht, versetzt. Da läßt es sich nur schwer unbelastet weiter shoppen. Stattdessen lieber den Sündenbock. Das geht so leicht von der Hand, wie Staubkörnchen von der Schulter zu fächeln. Und so trägt man schon viel weniger Gewicht mit sich herum.
das video ist nett, harmlos und witzig alles was ...das mainstreamherz begehrt ....
...wenn der anspruch kritik sein soll dann funktioniert es für mich nicht wirklich . alleine wenn man sich werbung heute ansieht, dann kann man festestellen, dass mit der darstellungen von armseligkeiten sympathie-werte generiert werden...
ich finde das video generiert eher sympathie-werte dafür, worüber fast jeder übereinstimmen würde, dass es sich um eine eigentlich sinnlose einrichtung handelt. aber so sind halt ein paar "hacknstade" weg von der strasse...
nachtrag:
es freut mich, dass die diözese linz auch keine freundin des westrings ist: Katholen gegen Westring
und ausserdem: am 18.11.10 in der linzer KAPU: Film und Diskussion zum nachhaltig dümmsten Projekt der Stadt Linz auf Jahrzehnte: Kulturfuzzis gegen Westring
Du hast natürlich vollkommen recht - die Gesetze sind in dieser Form von der SPÖ, auch als Oppositionspartei, mitgestimmt worden. Meiner Meinung nach muss sie dafür auch verantwortlich gemacht werden. Was auch passiert ist und in naher Zukunft auch wieder passieren wird, sollte die SPÖ bei den Verschärfungen im Asylgesetz mitstimmen und sich nicht schleunigst dazu entscheiden die gesetzliche Lage zu entschärfen.
Der Grund warum sich der kürzliche Protest und auch jener im Frühling gegen Maria Fekter direkt gerichtet hat, ist der, dass sie in ihren Funktionen (Partei und Ministerin) für eben jene Verschärfungen und jenes politische Klima, in dem solche überhaupt erst möglich werden, ein- und auftritt. (mal ganz davon abgesehen dass sie anwesend war).
Und zu Karl Schlögl möchte ich nicht mehr sagen, als dass ich nicht der Meinung bin, dass seine bzw überhaupt so eine Meinung in der Sozialdemokratie viel verloren hat!
herr luepke hat natürlich völlig recht. der aufschrei, der durchs (auch rote) land geht konzentriert sich ausschließlich auf die fekter. ausgeblendet (oder höchstens intern kritisiert) wird die mitverantwortung der spö. so wird aus dem protest ein protest für eine humane abschiebepraxis und eine großzügige interpretation des humanitären bleiberechts. dabei muss es eigentlich um rechte gehen. und das zerstört leider die glaubwürdigkeit innersozialdemokratischer kritik.
wobei ehrlicherweise gesagt werden muss, dass sich so gut wie alle juso-organisationen immer gegen jede verschärfung ausgesprochen haben und auch ganze landesparteien (wie die in OÖ) für eine verrechtlichung des bleiberechts und eine generalamnestie eintreten.
trotzdem: nur gegen fekter zu kampagnisieren ist zu billig!
Zum einen: die österreichische Politik im Umgang mit sogenannten Fremden ist ein Graus. Vor allem die Abschiebepraxis empfinde ich als unmenschlich und als Tiefpunkt der österreichischen Realpolitik. Ich freue mich also darüber, dass Leute dagegen aufstehen und was machen. Ich tu´s schließlich nicht. Ehrliche Gratulation also an die Jusos.
Aber: was ich nicht verstehe - wieso demonstrieren Sozis gegen die Innenministerin Fekter?
Die Innenministerin exekutiert im wesentlichen Gesetze, welche die österreichische Sozialdemokratie mitentwickelt und mitbestimmt hat:
- Arigona wurde auf der Basis von Gesetzen deportiert, die die SPÖ mitgetragen hat.
- Kinder werden aufgrund von Verordnungen ins Gefängnis gesteckt, die durch von der SPÖ mitgetragene Gesetze möglich gemacht wurden.
- Familien und binationale Ehen werden zerrissen aufgrund von der SPÖ mitgestalteten und mitgetragenen Gesetze. Und: es sind auch oft genug gerade rote Beamte, die abholen, einsperren und deportieren
Wenn sich also jetzt manche SozialdemokratInnen (Fr.Prammer u.a.) wünschen, dass Frau Fekter mehr Menschlichkeit in der Interpretation dieser Gesetze zeigen möge, weist dies eher auf eine gewünschte "Gnadenpolitik" nach feudalem Politiverständnis als auf ein anständiges Rechtsempfinden hin. Ein solches würde nämlich tatsächlich Rechte schaffen anstatt der Möglichkeiten "humaner" Interpretationen. Die SPÖ macht aber seit Jahrzehnten (!) sehr bewusst das Gegenteil: verschärfen, wegsperren, abschieben.
Wenn ich mir die offizielle Politik der SPÖ anschaue, muss ich mir also eigentlich wünschen, dass die Jusos gegen die eigene Partei demonstrierten. Denn die schraubt seit Jahren mit an der Abschiebe-Schraube und wird dies wohl auch weiter tun: denn es sind nicht die Schwarzen, die "Zuwanderungsstopp" schreien - dass tun schon die Roten.
Und dass mir jezt keiner erzählt, dass das eine "Einzelmeinung" wäre ...
man sollte einen -freedom of information act- wie in den u.s.a. einfordern.
die verpflichtung der verwaltung ihr tun und treiben mit steuergeld offen darzulegen und einsicht in akten zu gewaehren.
was ja ohnehin konsens sein sollte.
grosser text.
ist wohl eine der letzten prinzipien-fragen unseres daseins: krieche ich behörden in den popo und arrangiere mich zum beiderseitigen vorteil mit ihnen oder mach ich uns mit rückgrat das leben schwer?
rückgrat hat sicher mehr sexyness.
Ich meine, mein Beitrag oszilliert zwischen Erkenntnisernst und Selbst-Fremd-Verspottung. Das was Du ansprichst nenne ich subjektive Wahrheit. Und die Krod muss das AMS schon schlucken können!
lieber fadi!
es gibt noch keine gemeinsame stellungnahme der jury, aber wir arbeiten daran.
was es gibt sind zwei statements von jurymitglieder: juliane alton thomas rammersdorfer
also ehrlich, die verquickung verstehe ich jetzt gar nicht... eine arithmetik der grauslichkeiten oder wie?
und was heißt schon wo bleibt die kunst? die kunst bleibt dort wo sie gesammelt und repräsentiert wird. die kunst als konzep und aktionsansatz ist ja nur das verdinglichungswort von künstler_in, bzw. ein bürgerlich besetzer begriff, der im sinne der scheinbaren offenheit ein reservat für kritisches denken anbieten soll und gleichzeitig feigenblatt für die hegemoniale ordnung ist, die sich liberal im sinne politischen liberalismus geben will, wie auch politischer kampfort um hegemoniale deutungen, was denn kunst sei, wie ja die auseinandersetzung um die postjuryal demontierten und zensierten watch the watcher projekte zeigt.
kunst ist immer auch politik, weil ja alles politik ist, ausser so aktionen, wie abseitigen in der nase popeln, aber selbst das könnte womöglich weil gesehen politikum werden, aber nun wieder spass beiseite, kunst, politk, widerstand und der versuch neue wege zu finden, ist doch alles ineinader verwoben, deshalb gefällt mir die engführung und strikte trennung von politik und kunst gar nicht.
vor 2000 jahren war ja auch politik als eine domäne der künste verstanden und ist es für manche auch heute noch - dabei geht es den einen wohl darum die kunst zu pflegen sich keine oder wenig feind_innen zu machen, andere pflegen eher "the gentle art of making enemies"... wie auch immer ich denke, dass künstler_innen, die sich als politische, künstler_innen verstehen nicht erst wegen swift den datenansammlungs-überwachungswahn angehen und kritisieren, sondern schon seit jeher kapitalismus-kritisch aufgetreten sind und das weiter auch tun werden, auch den versuchen, sie mit fördermittelentzug und interventionistischen anmassungen mundtot zu machen, zum trotz.
was nun den ganzen swift und co wahn betrifft, sehe ich das dilemma zum einen darin, dass uns vor jahrzehnten schon es unmöglich gemacht wurde geld nicht per bank zu verwalten genommen wurde und zum anderen darin, dass swift und co nur kleine sichtbare spitzen eines immer engmaschigeren überwachsungssystems sind, an dem wir, gerade eben auch ich beim schreiben dieser zeilen, mitwebe, ob ich will oder nicht.
und bezogen auf das was du zu präventivmassnahmen schreibst ja klar hast du recht das passiert und es ist absehbar, dass es so weiter gehen wird, es ist ausgeburt des in immer mehr menschen gepflanzte sicherheitsbedürfnis und der allumfassend geschürten angst.
aber dass da die kunst, was auch immer die sein soll, siehe erste zeilen, hier aufgerufen wird, statt menschen, das macht mich doch wundern.
"freiheit stirbt mit sicherheit"
"alles ist politisch"
das panopticon ist installiert - wir heben es mit aufgebaut und tragen unbeabsichtigt zu seiner verbesserung bei - der kampf um freiheit wird und kann nie enden, es gibt keine sieg, freiheit ist immer nur momentan bestenfalls für kurze momente, das system / die systeme sind immer antizpativ gegenüber dem widerstand gegen sie und die komplexität fordert uns heraus in ihr das einfache nicht zu übersehen - unser handeln schafft und verändert welt.
deshalb auch wenn die chance groß ist, dass hier vor allem kunst und kulturmenschen die absolute mehrheit der leser_innen ausmachen:
widerstand gegen überwachungsstaat und rechten wahn braucht menschen und aktion nicht bloß kunst.
Mich schreckt viel mehr, dass das umstrittene SWIFT-Abkommen über die Weitergabe von Kundendaten und Bankdaten an die USA heute in Kraft getreten ist.
Schweigt die Kunst dazu? Ist sie vielleicht mit Politik zu beschäftigt?
Der internationale Vertrag zwischen der EU und den USA erlaubt US-Geheimdiensten, bei der Fahndung "nach internationalen Terroristen" auch Überweisungen von europäischen Bankkunden zu prüfen.
Doch wie in den USA geht es viel weiter, als nur im Fall von Fahnung. Präventiv ist das Zauberwort des neuen Polizeistaats. Die USA machen es uns gerade vor, die EU hüpft eifrig nach.
Vorab die Griechenlandhilfe war notwendig, es geht jedoch um das wie.
Liebe Werner Faymann,
es ist ja schön wenn ihr euch als Kapitäne gefühlt habt.
Leider spielt die Politik und ihre Repräsentanten oft eher die Rolle von „Tumben Galeerensklaven“ die von Rahmenbedingungen die durch den Finanzmarkt geschaffen werden, also deren Realität gepeitscht herum stolpern, aus Uneinigkeit, vom Kalkül der nächsten Wahl gefesselt
– unfähig zu agieren zum reagieren und Löcherstopfen verdammt.
Wie war das nach der Wirtschaftskriese? Man sollte, man muss, die Voraussetzungen für vernünftige Kapitalmärkte… sobald ihr eure Garantien und Sicherheiten abgegeben habt – habt ihr Sendepause,
Volkstümlich: wer seine Kohle abgedrückt (hergegeben) hat, hat kein Druckmittel. So einfach ist das.
Gratulation, es bedarf schon einer sehr selektiven Wahrnehmung um sich da als stolzer Kapitän der auf der Brücke seines Schiffes Entscheidungen trifft zu fühlen.
Natürlich hat das ganze etwas von einem Windmühlenkampf. Aber deshalb lieber vorbeireiten und nicht dagegen anrennen.
Es gab mal die "Theorie", dass wir einfach die Neonazis nicht mehr thematisieren sollen, weil es sie dann eh nicht mehr interessiert und sie aufhören. Wird wohl nichts gewesen sein.
Das Geld-Argument von dem Du sprichst, habe ich übrigens nicht gebracht. Und wenn das schon Thema werden sollte, dann wäre ich für die Möglichkeit meine Steuern zweckzuwidmen.
Solange es noch geht soll gegen die Dumpfheit angeschrieben werden.
Man kennt das ja. Man schreibt, für oder an die einem nahe Community, zum Beispiel in der KUPF Zeitung oder VersorgerIn. Da kann man aber sicher auch fragen, warum man das tut, weil die Positionen relativ klar sind. Man ist gegen Sexismus, Rassismus, ect. Der Anspruch ist hoch, zu hoch und manchmal wird man dem deshalb auch nur schwer gerecht. Sagt man noch "Schwarze", "mit schwarzen Wurzeln" oder kann man schreiben "fallen wegen der Hautfarbe auf"? Dann kann man aber nur hoffen, dass die Leserin die Polemik erkennt, trotzdem man der Ansicht ist, dass es zum Teil auch stimmt: der Andere fällt einfach auf ... PC (politisch korrekt) ist das aber nicht.
Was "die Anderen" (Welser Lustikusse) betrifft, hab ich manchmal den Eindruck, dass wir die eh nicht erreichen. Bei Scheidungen nennt man das "unüberbrückbare Differenzen" (im Fernsehen sagen sie das zumindest in "Ameriga"). Wenns um das Argument des Geldes geht: "wir" zahlen diese Katastrophen-Leiberl mit, dann muss man auch sagen, dass "die" "unseren KUPF IT" mitgezahlt haben. Quid pro quo. Naja, dann bleibt noch der Informationswert. Wissen, was der Feind denkt. Und das ist ja auch nicht das Schlechteste. Das ist wie Kronen Zeitung lesen ... und dann wissen, das "die" sowas lustig finden. Aber einwirken kann man darauf vermutlich nicht, sag ich mal ganz pessimistisch.
der chef vom passage heisst werner prödl und entspricht dem klischee des neoliberalen provinzkaufhaus-managers. legendär der stress, den er in seiner funktion als vorstand des "linzer city ring" (vereinigung der hiesigen geschäftbetreiber) den linz09-machern bereitete - weil ein "kritisches" projekt nicht seinen vorstellungen entsprach.
ich hatte ja die ehre, einmal persönlich von ihm geschimpft zu werden - weil ich mein regennasses fahrrad in aller langsamkeit durch die passage geschoben habe...
;-)
Q wie Qualität. Doch zum ersten Q gesellt sich meist auch das zweite Q - das Q, das für Quantität steht.
Und das suggeriert für mich jedenfalls der diffuse "Wer-sind-Alle?"-Anspruch im "Qualität für Alle"-Credo. Das könnte auch Ausgetauscht werden mit der Formel: besser, höher, schneller. Die alte Zöpfe ab, unpraktisches Ticketing (wie immer das fabriziert sein kann) und - eines meiner Lieblingsstatements: kulturelle Lähmungserscheinungen vermeiden. Vermutlich steht hinter den verkürzten 10 Punkte Statements eine ausführlichere Auswertung? Jedenfalls steht das nun so da und Anschlussfähigkeit und Dialog ist halt etwas anderes, als das Proklamieren derartiger Lösungsansätze. Weil, die Lösung wissen, das wäre ja das Ende der Geschichte, oder? Und dazu scheint mir die Kultursache einfach zu komplex.
Vor ein paar Tagen noch überraschte das AEC mit dem Festival-Thema zur heurigen Ars, es lautet repair und mutet mit dem verworrenen Naturbegriff etwas seltsam an. Doch, dass die studentische Internetplattform "Uni brennt" im Bereich Digital Communities nominiert ist, freut ...
ich glaube nicht, dass die frage wer oder was förderungswürdig ist, die eigentliche kampfzone ist. wenn es schon eine kampfzone gibt, dann ist es vielmehr die, wie und ob förderungsentscheidungen auf politischem willen bzw. goodwill passieren. diese vermutung existiert und wird auch immer wieder von politischer seite untermauert. d.h. die frage der sich eine interessenvertretung stellen muss, ist, in wie weit künstlerische/kulturelle arbeit am gängelband parteipolitischer interessen (denn es geht nicht um gesellschaftliche grundfragen) hängt.
dass aus einer abgelehnten förderung eine politische gefährlichkeit abgelesen wird, ist ja auch nur bequemlichkeit. denn dann muss ich ja nicht mehr politisch arbeiten.
aber zu deinem letzten absatz: wir alle, kupf, freie szene, aktivistInnen müssen uns in der nächsten zeit positionieren und das klar und deutlich. und diese positionierung kann nicht eine "klassische" gegenhaltung sein, sondern muss sich damit beschäftigen, dass die politik bzw. die parteien wie wir sie kennen, an gestaltungsmacht verlieren und in selbstreferenzieller
klientelpolitik stagnieren. hierzu müssen wir uns positionieren!
irgendwie spannt sich da mit der angeblichen und tatsächlichen "bequemlichkeit" ja der bogen zu deinem beitrag solidaritätsfalle vom 13.april... letztendlich ist es ja natürlich eine politische frage, wer und was als förderungswürdig beurteilt wird. und um diese frage darf man sich ja auch als interessensvertretung nicht zur gänze herumdrücken - auch wenn diese frage oft weh tut. vielleicht ist diese frage sogar die eigentliche kampfzone...?
anders gefragt: bin ich bequem genug, um gefördert zu werden? und heisst der umkehrschuss, dass ich aus einer angelehnten/gestrichenen förderung meine politische gefährlichkeit ablesen kann?
wohl kaum ;-)
vielleicht täte uns so ein kulturkampf gar nicht schaden - endlich wieder ein grund zum blöd schauen... und zum selber positionieren.
man erinnere sich an das bewerbungspapier zur europäischen kulturhauptstadt, das sich zu einem nicht unbeträchtlichen teil mit den initiativen der freien szene und deren innovationspotential geradezu gebrüstet hat. tanzen die dann nicht eins zu eins nach der pfeife, sondern wollen gar noch über etwas diskutieren, dann dürfen ruhig mal die "alten zöpfe" fallen.
wenn die dann nicht mal in der besagten suppe landen...
Gemeint waren auch nicht einzelne Programmpunkte, die Neu waren, sondern mit der Kritik an den mangelnden Vorschlägen war vielmehr gemeint, dass ein simples Neu gegen Alt spielen, nicht unbedingt als Vorschlag gewertet werden kann.
Die Intendanz hat schon Vorschläge gemacht, wie der Kultursektor belebt werden kann. Bespielsweise zeigt die Erfahrung von Linz09, dass das Publikum "experimentelles", wie Suppe zur Literaturlesung durchaus honoriert.
Die Sprache der Politik ist schon etwas Besonderes. Im Staccato-Stil wird gekürzt und das Wenige das an Substanz bleibt, wird zur Superlative erhoben. Quasi, wie in der Werbung. Aber letztlich "... die Sprache bringt es an den Tag". Der Text ist vermutlich der letzte Versuch einer Selbstlegitimation von Seiten Linz09. Und wir dürfen teilhaben. Herrlich, man findet auch so schöne zitierwürdige Stellen im Text ...
• Tempo und Intensität erlernen!
• Konzepte und Ideologien verstehen!
• Linz ist Stadt und Land!
• Gewinne nicht nur erwirtschaften!
• Experimente wagen und gewinnen!
• Kompetenz erlangen!
• Effizienter werden!
• Die Szenen fordern und fördern!
• Bewegung tut dir gut!
• Qualität!
für den schönen beitrag - wie wahr, leider kommts sicher noch dicker....bei näherer betrachtung der angelegenheit (krise, pfründe und wer sind eigentlich die reichen....etc..etc..) ist es eher wahrscheinlich, dass es überhaupt keine lösung innerhalb des marktes (im allgemeinen) geben kann....dies würde ganz pragmatisch betrachtet für die "kulturszene" null subvention bedeuten etc..etc..auch in österreich und linz.
dies ist eine möglich zukunft - was ist dann?? wenn das jetzt schon losgeht....zitat: Wenn wir dieses Spiel mitmachen und das Best Practice liefern wo Förderungen gekürzt werden können, machen wir uns nicht nur verdächtig sondern auch schuldig an einer Umverteilung, bei der keiner von uns (wirklich uns) als SiegerIn hervorgehen wird.
lg`s von nem künstler der im ausland wurschtelt....
lieber daniel!
Es geht gar nicht darum, ob ihr dem "Franckviertel TV" Geld wegnehmen wollt (was ihr ja auch gar nicht könnt).
Und auch wenn es nicht eure Intention war in die "Neiddebatte" einzusteigen, ist es - imho - falsch ein konkretes Projekt exemplarisch anzuführen. Die Forderung muss doch sein, dass - in diesem Fall - die Stadt Linz ihre Entscheidung begründet und ihre Entscheidungskriterien transparent hält.
lg
stefan
Zuerst freut es mich, dass unser illustres Onlinemagazin verlinkt wird.
Ich möchte aber schon bemerken, dass bei uns niemand dem Projekt "Franckviertel TV" Geld wegnehmen möchte. Das konkrete Beispiel soll viel mehr die Unausgewogenheit bei der inhaltlichen Bewertung der Projekte durch (in diesem Fall) die Stadt Linz aufzeigen.
Ich kann zwar nachvollziehen, dass man den Absatz auch im Lichte einer "Neiddebatte" sehen kann - möchte aber schon klar stellen, dass das nicht unsere Intention ist/war.
Auftaktkundgebung gegen 10 Jahre Bologna Prozess und die Ökonomisierung aller Lebensbereiche: Protest Camp am 10. März von 13:00 - 18:00 am Linzer Hauptplatz.
In Wien: bologna burns week of action 11. - 14. März 2010. http://usereuni.at
aber ein paar mädels werden schon dabei sein, oder? zumindest ist es denkmöglich, seit Frauen zum Bundesheer zugelassen wurden und deswegen streng nach kupf-zeitungs-richtlinien weiblich ;-)
Zum Motiv: "Allerdings will Petzner das Buch nicht etwa verbieten lassen, denn er klagt auf Entschädigung, also auf Tantiemen. Er will an dem Buch von Schalko, der laut Petzners Beschreibung, "ein mieser Autor ist und bis jetzt nur ein paar Seiten Klopapier verkauft hat", mitverdienen," schreibt der Kurier zur Causa, die am 19. Februar verhandelt wird.
Zur Werbung: "Durch die Klage und den dadurch ausgelösten Medienrummel kennen und lesen nun auch Personen dieses Buch, die sonst wohl nie davon erfahren hätten. Eine bessere Werbung kann es nicht geben, egal wie der Prozess ausgeht."
ich fuerchte das auch, weil fr. fiona beabsichtigt das ja ebenso, wenn Sie hr. scheuba klagt. nur wie dieser aufmerksamkeit-erregen-versuch zu bewerten ist, bleibt fraglich; zumindest fuer mich. es wirkt halt irgendwie nicht besonders souveraen ... auch medienmechanismen-technisch
und keine soko "bekleidung" durchsucht meine wohnung, obwohl ich doch klar verdächtig bin..
und so eine sumpftruppe muss ich mit meinem steuergeld aushalten :-(
Die Justiz klagt über Personalmangel. Unbewältigbar scheinen Milliarden-Fälle. Mögliche Teile krimineller Vereinigungen schaden ganzen Volkswirtschaften; finanziell, aber v.a. dem Glauben der Menschen an gemeinsame Werte und Gerechtigkeit.
Was machen SIE § soundso gegen die "Verabredung zur Korruption" in unserem Land.
Menschen verfolgen die sich nicht korrumpieren bzw. mundtot machen lassen.
Ich möchte allen die das vielleicht lesen Mut zusprechen. Alles Liebe und ich wünsche so manchen Ausführenden in ihrer menschlichen Selbstbestimmtheit zu gesunden.
..hat die rechtspopulisten zwar während der kurzen regierungszeit bis 2002 weitgehend im griff gehabt, aber mit deren beteiligung einen politikstil salonfähig gemacht, der den geistigen und moralischen abwärtstrend erschreckend beschleunigt hat. derart grauenhafte debatten wie "arigona", "eberau" oder "anwesenheitspflicht" waren vor schwarzblau noch nicht möglich..denk ich.
bei allem anderen stimme ich dir zu.
...war der einzige Politiker, der wusste, wie man die FPÖ an die Wand spielt. Er hat zumindest versucht, längerfristig zu denken und den Staat neu zu gestalten. Ob das gefallen hat oder nicht ist Ideologie. Wir befinden gerade in einem 90er Revival. Dank einer erstarrten SPÖ, einer mit den eigenen Lobbies beschäftigten ÖVP und den irgendwie gar nicht mehr vorhandenen Grünen braucht HC Strache gar nicht viel um an die Macht zu kommen. Das Mainstreambewußtsein bewegt sich wegen der herrschenden Politikerkaste immer weiter nach rechts. Perspektiven (gerade für junge Leute) können die schon lange nicht mehr vermitteln.
Bei den zuletzt Abgebildeten handelt es sich um Angehörige von katholischen farbentragenden Korporationen (CV), deren Vorgänger selbst in KZs waren und von denen einige im Widerstand sogar mit Kommunisten zusammengearbeitet haben. Sie waren gegen die deutschnationalen Burschenschaften, allerdings viele von ihnen auch für den Ständestaat.
Diese Unterscheidung ist wichtig, denn sonst könnte es passieren, dass man reflexartig reagiert, wenn man solche Uniformen sieht.
Genau solche Amtshandlungen sind der logischste Grund dafür, dass ab und zu jemand das Geld einsammelt. Organisiert natürlich. In den Krone-verseuchten Hirnen unserer MitbürgerInnen wird daraus dann der Pate, der im schwarzen Mercedes vorfährt und abkassiert.
Schluck. Angst. Es ist bestürzend, wie leicht in Österreich aus den Schwachen ein Bedrohliches bastelt wird. Mitfühlend zu sein ist ja nicht angenehm, wenn man sich in die Lage eines jemanden, dem es nicht gut geht, versetzt. Da läßt es sich nur schwer unbelastet weiter shoppen. Stattdessen lieber den Sündenbock. Das geht so leicht von der Hand, wie Staubkörnchen von der Schulter zu fächeln. Und so trägt man schon viel weniger Gewicht mit sich herum.
--
es gibt keinen gott und dirac ist sein prophet
Nein zu allen Bettelverboten!
http://bettellobbywien.wordpress.com/
das video ist nett, harmlos und witzig alles was ...das mainstreamherz begehrt ....
...wenn der anspruch kritik sein soll dann funktioniert es für mich nicht wirklich . alleine wenn man sich werbung heute ansieht, dann kann man festestellen, dass mit der darstellungen von armseligkeiten sympathie-werte generiert werden...
ich finde das video generiert eher sympathie-werte dafür, worüber fast jeder übereinstimmen würde, dass es sich um eine eigentlich sinnlose einrichtung handelt. aber so sind halt ein paar "hacknstade" weg von der strasse...
nachtrag:
es freut mich, dass die diözese linz auch keine freundin des westrings ist: Katholen gegen Westring
und ausserdem: am 18.11.10 in der linzer KAPU: Film und Diskussion zum nachhaltig dümmsten Projekt der Stadt Linz auf Jahrzehnte: Kulturfuzzis gegen Westring
ein guten kommentar von no racism ist hier zu lesen.
Hallo!
Du hast natürlich vollkommen recht - die Gesetze sind in dieser Form von der SPÖ, auch als Oppositionspartei, mitgestimmt worden. Meiner Meinung nach muss sie dafür auch verantwortlich gemacht werden. Was auch passiert ist und in naher Zukunft auch wieder passieren wird, sollte die SPÖ bei den Verschärfungen im Asylgesetz mitstimmen und sich nicht schleunigst dazu entscheiden die gesetzliche Lage zu entschärfen.
Der Grund warum sich der kürzliche Protest und auch jener im Frühling gegen Maria Fekter direkt gerichtet hat, ist der, dass sie in ihren Funktionen (Partei und Ministerin) für eben jene Verschärfungen und jenes politische Klima, in dem solche überhaupt erst möglich werden, ein- und auftritt. (mal ganz davon abgesehen dass sie anwesend war).
Und zu Karl Schlögl möchte ich nicht mehr sagen, als dass ich nicht der Meinung bin, dass seine bzw überhaupt so eine Meinung in der Sozialdemokratie viel verloren hat!
Lg Klaus
(SJ Linz)
herr luepke hat natürlich völlig recht. der aufschrei, der durchs (auch rote) land geht konzentriert sich ausschließlich auf die fekter. ausgeblendet (oder höchstens intern kritisiert) wird die mitverantwortung der spö. so wird aus dem protest ein protest für eine humane abschiebepraxis und eine großzügige interpretation des humanitären bleiberechts. dabei muss es eigentlich um rechte gehen. und das zerstört leider die glaubwürdigkeit innersozialdemokratischer kritik.
wobei ehrlicherweise gesagt werden muss, dass sich so gut wie alle juso-organisationen immer gegen jede verschärfung ausgesprochen haben und auch ganze landesparteien (wie die in OÖ) für eine verrechtlichung des bleiberechts und eine generalamnestie eintreten.
trotzdem: nur gegen fekter zu kampagnisieren ist zu billig!
Zum einen: die österreichische Politik im Umgang mit sogenannten Fremden ist ein Graus. Vor allem die Abschiebepraxis empfinde ich als unmenschlich und als Tiefpunkt der österreichischen Realpolitik. Ich freue mich also darüber, dass Leute dagegen aufstehen und was machen. Ich tu´s schließlich nicht. Ehrliche Gratulation also an die Jusos.
Aber: was ich nicht verstehe - wieso demonstrieren Sozis gegen die Innenministerin Fekter?
Die Innenministerin exekutiert im wesentlichen Gesetze, welche die österreichische Sozialdemokratie mitentwickelt und mitbestimmt hat:
- Arigona wurde auf der Basis von Gesetzen deportiert, die die SPÖ mitgetragen hat.
- Kinder werden aufgrund von Verordnungen ins Gefängnis gesteckt, die durch von der SPÖ mitgetragene Gesetze möglich gemacht wurden.
- Familien und binationale Ehen werden zerrissen aufgrund von der SPÖ mitgestalteten und mitgetragenen Gesetze. Und: es sind auch oft genug gerade rote Beamte, die abholen, einsperren und deportieren
Wenn sich also jetzt manche SozialdemokratInnen (Fr.Prammer u.a.) wünschen, dass Frau Fekter mehr Menschlichkeit in der Interpretation dieser Gesetze zeigen möge, weist dies eher auf eine gewünschte "Gnadenpolitik" nach feudalem Politiverständnis als auf ein anständiges Rechtsempfinden hin. Ein solches würde nämlich tatsächlich Rechte schaffen anstatt der Möglichkeiten "humaner" Interpretationen. Die SPÖ macht aber seit Jahrzehnten (!) sehr bewusst das Gegenteil: verschärfen, wegsperren, abschieben.
Wenn ich mir die offizielle Politik der SPÖ anschaue, muss ich mir also eigentlich wünschen, dass die Jusos gegen die eigene Partei demonstrierten. Denn die schraubt seit Jahren mit an der Abschiebe-Schraube und wird dies wohl auch weiter tun: denn es sind nicht die Schwarzen, die "Zuwanderungsstopp" schreien - dass tun schon die Roten.
Und dass mir jezt keiner erzählt, dass das eine "Einzelmeinung" wäre ...
hallo
man sollte einen -freedom of information act- wie in den u.s.a. einfordern.
die verpflichtung der verwaltung ihr tun und treiben mit steuergeld offen darzulegen und einsicht in akten zu gewaehren.
was ja ohnehin konsens sein sollte.
good night, and good luck.
ant
Quelle:
Kritische Plattform Stadtwache Linz
grosser text.
ist wohl eine der letzten prinzipien-fragen unseres daseins: krieche ich behörden in den popo und arrangiere mich zum beiderseitigen vorteil mit ihnen oder mach ich uns mit rückgrat das leben schwer?
rückgrat hat sicher mehr sexyness.
Ich meine, mein Beitrag oszilliert zwischen Erkenntnisernst und Selbst-Fremd-Verspottung. Das was Du ansprichst nenne ich subjektive Wahrheit. Und die Krod muss das AMS schon schlucken können!
--
es gibt keinen gott und dirac ist sein prophet
Ich würde ja, ehrlich gesagt, etwas weniger Ehrlichkeit am AMS empfehlen - gerade im Hinblick auf die Informationsgesellschaft ;-)
lieber fadi!
es gibt noch keine gemeinsame stellungnahme der jury, aber wir arbeiten daran.
was es gibt sind zwei statements von jurymitglieder:
juliane alton
thomas rammersdorfer
also ehrlich, die verquickung verstehe ich jetzt gar nicht... eine arithmetik der grauslichkeiten oder wie?
und was heißt schon wo bleibt die kunst? die kunst bleibt dort wo sie gesammelt und repräsentiert wird. die kunst als konzep und aktionsansatz ist ja nur das verdinglichungswort von künstler_in, bzw. ein bürgerlich besetzer begriff, der im sinne der scheinbaren offenheit ein reservat für kritisches denken anbieten soll und gleichzeitig feigenblatt für die hegemoniale ordnung ist, die sich liberal im sinne politischen liberalismus geben will, wie auch politischer kampfort um hegemoniale deutungen, was denn kunst sei, wie ja die auseinandersetzung um die postjuryal demontierten und zensierten watch the watcher projekte zeigt.
kunst ist immer auch politik, weil ja alles politik ist, ausser so aktionen, wie abseitigen in der nase popeln, aber selbst das könnte womöglich weil gesehen politikum werden, aber nun wieder spass beiseite, kunst, politk, widerstand und der versuch neue wege zu finden, ist doch alles ineinader verwoben, deshalb gefällt mir die engführung und strikte trennung von politik und kunst gar nicht.
vor 2000 jahren war ja auch politik als eine domäne der künste verstanden und ist es für manche auch heute noch - dabei geht es den einen wohl darum die kunst zu pflegen sich keine oder wenig feind_innen zu machen, andere pflegen eher "the gentle art of making enemies"... wie auch immer ich denke, dass künstler_innen, die sich als politische, künstler_innen verstehen nicht erst wegen swift den datenansammlungs-überwachungswahn angehen und kritisieren, sondern schon seit jeher kapitalismus-kritisch aufgetreten sind und das weiter auch tun werden, auch den versuchen, sie mit fördermittelentzug und interventionistischen anmassungen mundtot zu machen, zum trotz.
was nun den ganzen swift und co wahn betrifft, sehe ich das dilemma zum einen darin, dass uns vor jahrzehnten schon es unmöglich gemacht wurde geld nicht per bank zu verwalten genommen wurde und zum anderen darin, dass swift und co nur kleine sichtbare spitzen eines immer engmaschigeren überwachsungssystems sind, an dem wir, gerade eben auch ich beim schreiben dieser zeilen, mitwebe, ob ich will oder nicht.
und bezogen auf das was du zu präventivmassnahmen schreibst ja klar hast du recht das passiert und es ist absehbar, dass es so weiter gehen wird, es ist ausgeburt des in immer mehr menschen gepflanzte sicherheitsbedürfnis und der allumfassend geschürten angst.
aber dass da die kunst, was auch immer die sein soll, siehe erste zeilen, hier aufgerufen wird, statt menschen, das macht mich doch wundern.
"freiheit stirbt mit sicherheit"
"alles ist politisch"
das panopticon ist installiert - wir heben es mit aufgebaut und tragen unbeabsichtigt zu seiner verbesserung bei - der kampf um freiheit wird und kann nie enden, es gibt keine sieg, freiheit ist immer nur momentan bestenfalls für kurze momente, das system / die systeme sind immer antizpativ gegenüber dem widerstand gegen sie und die komplexität fordert uns heraus in ihr das einfache nicht zu übersehen - unser handeln schafft und verändert welt.
deshalb auch wenn die chance groß ist, dass hier vor allem kunst und kulturmenschen die absolute mehrheit der leser_innen ausmachen:
widerstand gegen überwachungsstaat und rechten wahn braucht menschen und aktion nicht bloß kunst.
mich_sch
liebe Aileen, liebe Kupf!
gibt es eine stellungnahme der jury zu dieser form der neubewertung seitens des subventionsgebers?
lg fadi
Mich schreckt viel mehr, dass das umstrittene SWIFT-Abkommen über die Weitergabe von Kundendaten und Bankdaten an die USA heute in Kraft getreten ist.
Schweigt die Kunst dazu? Ist sie vielleicht mit Politik zu beschäftigt?
Der internationale Vertrag zwischen der EU und den USA erlaubt US-Geheimdiensten, bei der Fahndung "nach internationalen Terroristen" auch Überweisungen von europäischen Bankkunden zu prüfen.
Doch wie in den USA geht es viel weiter, als nur im Fall von Fahnung. Präventiv ist das Zauberwort des neuen Polizeistaats. Die USA machen es uns gerade vor, die EU hüpft eifrig nach.
http://www.youtube.com/watch?v=1uuWVHT1WUY
http://futurezone.orf.at/stories/1655626/
Wo bleibt die Kunst???
Der angesprochene Kommentar bei den OÖN ist noch immer da, gerade eben geguckt.
Und: Guter Kommentar!
..von den Ke Nako - Aktionen in Oberösterreich:
http://www.youtube.com/watch?v=fS06n9omrLQ
http://www.youtube.com/watch?v=QnW71GX6vgE
Vorab die Griechenlandhilfe war notwendig, es geht jedoch um das wie.
Liebe Werner Faymann,
es ist ja schön wenn ihr euch als Kapitäne gefühlt habt.
Leider spielt die Politik und ihre Repräsentanten oft eher die Rolle von „Tumben Galeerensklaven“ die von Rahmenbedingungen die durch den Finanzmarkt geschaffen werden, also deren Realität gepeitscht herum stolpern, aus Uneinigkeit, vom Kalkül der nächsten Wahl gefesselt
– unfähig zu agieren zum reagieren und Löcherstopfen verdammt.
Wie war das nach der Wirtschaftskriese? Man sollte, man muss, die Voraussetzungen für vernünftige Kapitalmärkte… sobald ihr eure Garantien und Sicherheiten abgegeben habt – habt ihr Sendepause,
Volkstümlich: wer seine Kohle abgedrückt (hergegeben) hat, hat kein Druckmittel. So einfach ist das.
Gratulation, es bedarf schon einer sehr selektiven Wahrnehmung um sich da als stolzer Kapitän der auf der Brücke seines Schiffes Entscheidungen trifft zu fühlen.
liebe Grüße
Jakowitsch
aber über die lustigen tshirts aus wels tust schon schimpfen!
;-)
The girls they love to see you shoot
I love a man in a uniform
(Gang of Four)
über Österreich und die deutsche
Sprache
ich, Rosinante!
Natürlich hat das ganze etwas von einem Windmühlenkampf. Aber deshalb lieber vorbeireiten und nicht dagegen anrennen.
Es gab mal die "Theorie", dass wir einfach die Neonazis nicht mehr thematisieren sollen, weil es sie dann eh nicht mehr interessiert und sie aufhören. Wird wohl nichts gewesen sein.
Das Geld-Argument von dem Du sprichst, habe ich übrigens nicht gebracht. Und wenn das schon Thema werden sollte, dann wäre ich für die Möglichkeit meine Steuern zweckzuwidmen.
Solange es noch geht soll gegen die Dumpfheit angeschrieben werden.
Man kennt das ja. Man schreibt, für oder an die einem nahe Community, zum Beispiel in der KUPF Zeitung oder VersorgerIn. Da kann man aber sicher auch fragen, warum man das tut, weil die Positionen relativ klar sind. Man ist gegen Sexismus, Rassismus, ect. Der Anspruch ist hoch, zu hoch und manchmal wird man dem deshalb auch nur schwer gerecht. Sagt man noch "Schwarze", "mit schwarzen Wurzeln" oder kann man schreiben "fallen wegen der Hautfarbe auf"? Dann kann man aber nur hoffen, dass die Leserin die Polemik erkennt, trotzdem man der Ansicht ist, dass es zum Teil auch stimmt: der Andere fällt einfach auf ... PC (politisch korrekt) ist das aber nicht.
Was "die Anderen" (Welser Lustikusse) betrifft, hab ich manchmal den Eindruck, dass wir die eh nicht erreichen. Bei Scheidungen nennt man das "unüberbrückbare Differenzen" (im Fernsehen sagen sie das zumindest in "Ameriga"). Wenns um das Argument des Geldes geht: "wir" zahlen diese Katastrophen-Leiberl mit, dann muss man auch sagen, dass "die" "unseren KUPF IT" mitgezahlt haben. Quid pro quo. Naja, dann bleibt noch der Informationswert. Wissen, was der Feind denkt. Und das ist ja auch nicht das Schlechteste. Das ist wie Kronen Zeitung lesen ... und dann wissen, das "die" sowas lustig finden. Aber einwirken kann man darauf vermutlich nicht, sag ich mal ganz pessimistisch.
der chef vom passage heisst werner prödl und entspricht dem klischee des neoliberalen provinzkaufhaus-managers. legendär der stress, den er in seiner funktion als vorstand des "linzer city ring" (vereinigung der hiesigen geschäftbetreiber) den linz09-machern bereitete - weil ein "kritisches" projekt nicht seinen vorstellungen entsprach.
ich hatte ja die ehre, einmal persönlich von ihm geschimpft zu werden - weil ich mein regennasses fahrrad in aller langsamkeit durch die passage geschoben habe...
;-)
Q wie Qualität. Doch zum ersten Q gesellt sich meist auch das zweite Q - das Q, das für Quantität steht.
Und das suggeriert für mich jedenfalls der diffuse "Wer-sind-Alle?"-Anspruch im "Qualität für Alle"-Credo. Das könnte auch Ausgetauscht werden mit der Formel: besser, höher, schneller. Die alte Zöpfe ab, unpraktisches Ticketing (wie immer das fabriziert sein kann) und - eines meiner Lieblingsstatements: kulturelle Lähmungserscheinungen vermeiden. Vermutlich steht hinter den verkürzten 10 Punkte Statements eine ausführlichere Auswertung? Jedenfalls steht das nun so da und Anschlussfähigkeit und Dialog ist halt etwas anderes, als das Proklamieren derartiger Lösungsansätze. Weil, die Lösung wissen, das wäre ja das Ende der Geschichte, oder? Und dazu scheint mir die Kultursache einfach zu komplex.
Vor ein paar Tagen noch überraschte das AEC mit dem Festival-Thema zur heurigen Ars, es lautet repair und mutet mit dem verworrenen Naturbegriff etwas seltsam an. Doch, dass die studentische Internetplattform "Uni brennt" im Bereich Digital Communities nominiert ist, freut ...
ich glaube nicht, dass die frage wer oder was förderungswürdig ist, die eigentliche kampfzone ist. wenn es schon eine kampfzone gibt, dann ist es vielmehr die, wie und ob förderungsentscheidungen auf politischem willen bzw. goodwill passieren. diese vermutung existiert und wird auch immer wieder von politischer seite untermauert. d.h. die frage der sich eine interessenvertretung stellen muss, ist, in wie weit künstlerische/kulturelle arbeit am gängelband parteipolitischer interessen (denn es geht nicht um gesellschaftliche grundfragen) hängt.
dass aus einer abgelehnten förderung eine politische gefährlichkeit abgelesen wird, ist ja auch nur bequemlichkeit. denn dann muss ich ja nicht mehr politisch arbeiten.
aber zu deinem letzten absatz: wir alle, kupf, freie szene, aktivistInnen müssen uns in der nächsten zeit positionieren und das klar und deutlich. und diese positionierung kann nicht eine "klassische" gegenhaltung sein, sondern muss sich damit beschäftigen, dass die politik bzw. die parteien wie wir sie kennen, an gestaltungsmacht verlieren und in selbstreferenzieller
klientelpolitik stagnieren. hierzu müssen wir uns positionieren!
irgendwie spannt sich da mit der angeblichen und tatsächlichen "bequemlichkeit" ja der bogen zu deinem beitrag solidaritätsfalle vom 13.april... letztendlich ist es ja natürlich eine politische frage, wer und was als förderungswürdig beurteilt wird. und um diese frage darf man sich ja auch als interessensvertretung nicht zur gänze herumdrücken - auch wenn diese frage oft weh tut. vielleicht ist diese frage sogar die eigentliche kampfzone...?
anders gefragt: bin ich bequem genug, um gefördert zu werden? und heisst der umkehrschuss, dass ich aus einer angelehnten/gestrichenen förderung meine politische gefährlichkeit ablesen kann?
wohl kaum ;-)
vielleicht täte uns so ein kulturkampf gar nicht schaden - endlich wieder ein grund zum blöd schauen... und zum selber positionieren.
Die Kirche schläft einen bösen Traum; ich sags mit Pluto.
Hier allerdings ist das Gesetz obszön, wenn es nicht angewendet bleibt.
man erinnere sich an das bewerbungspapier zur europäischen kulturhauptstadt, das sich zu einem nicht unbeträchtlichen teil mit den initiativen der freien szene und deren innovationspotential geradezu gebrüstet hat. tanzen die dann nicht eins zu eins nach der pfeife, sondern wollen gar noch über etwas diskutieren, dann dürfen ruhig mal die "alten zöpfe" fallen.
wenn die dann nicht mal in der besagten suppe landen...
Gemeint waren auch nicht einzelne Programmpunkte, die Neu waren, sondern mit der Kritik an den mangelnden Vorschlägen war vielmehr gemeint, dass ein simples Neu gegen Alt spielen, nicht unbedingt als Vorschlag gewertet werden kann.
Die Intendanz hat schon Vorschläge gemacht, wie der Kultursektor belebt werden kann. Bespielsweise zeigt die Erfahrung von Linz09, dass das Publikum "experimentelles", wie Suppe zur Literaturlesung durchaus honoriert.
Die Sprache der Politik ist schon etwas Besonderes. Im Staccato-Stil wird gekürzt und das Wenige das an Substanz bleibt, wird zur Superlative erhoben. Quasi, wie in der Werbung. Aber letztlich "... die Sprache bringt es an den Tag". Der Text ist vermutlich der letzte Versuch einer Selbstlegitimation von Seiten Linz09. Und wir dürfen teilhaben. Herrlich, man findet auch so schöne zitierwürdige Stellen im Text ...
scheisse, muss ich wohl verpasst haben..
• Tempo und Intensität erlernen!
• Konzepte und Ideologien verstehen!
• Linz ist Stadt und Land!
• Gewinne nicht nur erwirtschaften!
• Experimente wagen und gewinnen!
• Kompetenz erlangen!
• Effizienter werden!
• Die Szenen fordern und fördern!
• Bewegung tut dir gut!
• Qualität!
für den schönen beitrag - wie wahr, leider kommts sicher noch dicker....bei näherer betrachtung der angelegenheit (krise, pfründe und wer sind eigentlich die reichen....etc..etc..) ist es eher wahrscheinlich, dass es überhaupt keine lösung innerhalb des marktes (im allgemeinen) geben kann....dies würde ganz pragmatisch betrachtet für die "kulturszene" null subvention bedeuten etc..etc..auch in österreich und linz.
dies ist eine möglich zukunft - was ist dann?? wenn das jetzt schon losgeht....zitat: Wenn wir dieses Spiel mitmachen und das Best Practice liefern wo Förderungen gekürzt werden können, machen wir uns nicht nur verdächtig sondern auch schuldig an einer Umverteilung, bei der keiner von uns (wirklich uns) als SiegerIn hervorgehen wird.
lg`s von nem künstler der im ausland wurschtelt....
[...] die Stadt Linz ihre Entscheidung begründet und ihre Entscheidungskriterien transparent hält. [...]
Da kann ich mich vollinhaltlich anschließen.
lieber daniel!
Es geht gar nicht darum, ob ihr dem "Franckviertel TV" Geld wegnehmen wollt (was ihr ja auch gar nicht könnt).
Und auch wenn es nicht eure Intention war in die "Neiddebatte" einzusteigen, ist es - imho - falsch ein konkretes Projekt exemplarisch anzuführen. Die Forderung muss doch sein, dass - in diesem Fall - die Stadt Linz ihre Entscheidung begründet und ihre Entscheidungskriterien transparent hält.
lg
stefan
Zuerst freut es mich, dass unser illustres Onlinemagazin verlinkt wird.
Ich möchte aber schon bemerken, dass bei uns niemand dem Projekt "Franckviertel TV" Geld wegnehmen möchte. Das konkrete Beispiel soll viel mehr die Unausgewogenheit bei der inhaltlichen Bewertung der Projekte durch (in diesem Fall) die Stadt Linz aufzeigen.
Ich kann zwar nachvollziehen, dass man den Absatz auch im Lichte einer "Neiddebatte" sehen kann - möchte aber schon klar stellen, dass das nicht unsere Intention ist/war.
LG Daniel
Liebe Aileen,
Vielen lieben Dank für die Blumen! Zugegeben ist es wunderbar so etwas tolles über sich selbst zu lesen;)
Tausend Dank nochmal und ich werde mich revanchieren!
lg Ushi
Rosenkranz. Amen.
ad tagcloud im KUPF blog: trauriger Sieger ist aktuell der tagcloud Bananenrepublik
http://fro.at/article.php?id=2480
Auftaktkundgebung gegen 10 Jahre Bologna Prozess und die Ökonomisierung aller Lebensbereiche: Protest Camp am 10. März von 13:00 - 18:00 am Linzer Hauptplatz.
In Wien: bologna burns week of action 11. - 14. März 2010.
http://usereuni.at
http://futurezone.orf.at/stories/1640633/
http://www.demokratie-retten.at/protest.php
Kommentar von Florian Klenk
http://www.florianklenk.com/2010/02/nichtmenschliche_tiere.php
was sagt denn der kodex aus?
...stell ich grad fest, weil ich selber das im blog nicht immer konsequent einhalte.
aber ein paar mädels werden schon dabei sein, oder? zumindest ist es denkmöglich, seit Frauen zum Bundesheer zugelassen wurden und deswegen streng nach kupf-zeitungs-richtlinien weiblich ;-)
sind doch alles jungs, oder?
http://derstandard.at/1266279230454/Kommentar-der-anderen-Lachen-mit-Pet...
Medienmechanismen 2#
Zum Motiv: "Allerdings will Petzner das Buch nicht etwa verbieten lassen, denn er klagt auf Entschädigung, also auf Tantiemen. Er will an dem Buch von Schalko, der laut Petzners Beschreibung, "ein mieser Autor ist und bis jetzt nur ein paar Seiten Klopapier verkauft hat", mitverdienen," schreibt der Kurier zur Causa, die am 19. Februar verhandelt wird.
Zur Werbung: "Durch die Klage und den dadurch ausgelösten Medienrummel kennen und lesen nun auch Personen dieses Buch, die sonst wohl nie davon erfahren hätten. Eine bessere Werbung kann es nicht geben, egal wie der Prozess ausgeht."
Bilder von ebendort (samt Pics von ehemaliger Kupf-Angestellter) sind hier zu finden:
http://party.aktivnews.de/galerie/thumbnails.php?album=380
ich fuerchte das auch, weil fr. fiona beabsichtigt das ja ebenso, wenn Sie hr. scheuba klagt. nur wie dieser aufmerksamkeit-erregen-versuch zu bewerten ist, bleibt fraglich; zumindest fuer mich. es wirkt halt irgendwie nicht besonders souveraen ... auch medienmechanismen-technisch
... dann müssen wir wohl auf den kapu-polizeiball gehn'!
--
es gibt keinen gott und dirac ist sein prophet
und keine soko "bekleidung" durchsucht meine wohnung, obwohl ich doch klar verdächtig bin..
und so eine sumpftruppe muss ich mit meinem steuergeld aushalten :-(
"Leider wird mit seiner Klage eines klar; weder versteht das vermeintliche Opfer medieneigene Mechanismen: mit der Klage bewirbt er das Buch."
ich fürchte, der herr petzner weiss das nur zu gut. und nutzt selbst die medienmechanismen.m
Weiterführende Infos sind hier zu finden: http://bolognaburns.org
Die Justiz klagt über Personalmangel. Unbewältigbar scheinen Milliarden-Fälle. Mögliche Teile krimineller Vereinigungen schaden ganzen Volkswirtschaften; finanziell, aber v.a. dem Glauben der Menschen an gemeinsame Werte und Gerechtigkeit.
Was machen SIE § soundso gegen die "Verabredung zur Korruption" in unserem Land.
Menschen verfolgen die sich nicht korrumpieren bzw. mundtot machen lassen.
Ich möchte allen die das vielleicht lesen Mut zusprechen. Alles Liebe und ich wünsche so manchen Ausführenden in ihrer menschlichen Selbstbestimmtheit zu gesunden.
..hat die rechtspopulisten zwar während der kurzen regierungszeit bis 2002 weitgehend im griff gehabt, aber mit deren beteiligung einen politikstil salonfähig gemacht, der den geistigen und moralischen abwärtstrend erschreckend beschleunigt hat. derart grauenhafte debatten wie "arigona", "eberau" oder "anwesenheitspflicht" waren vor schwarzblau noch nicht möglich..denk ich.
bei allem anderen stimme ich dir zu.
...war der einzige Politiker, der wusste, wie man die FPÖ an die Wand spielt. Er hat zumindest versucht, längerfristig zu denken und den Staat neu zu gestalten. Ob das gefallen hat oder nicht ist Ideologie. Wir befinden gerade in einem 90er Revival. Dank einer erstarrten SPÖ, einer mit den eigenen Lobbies beschäftigten ÖVP und den irgendwie gar nicht mehr vorhandenen Grünen braucht HC Strache gar nicht viel um an die Macht zu kommen. Das Mainstreambewußtsein bewegt sich wegen der herrschenden Politikerkaste immer weiter nach rechts. Perspektiven (gerade für junge Leute) können die schon lange nicht mehr vermitteln.
bei mir bitte nicht vor 11h...