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F13 Aktion "Sauberes Linz"

Submitted by giro on Fri, 05/13/2011 - 13:46
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Die Kupfermuckn hat am Freitag den 13. eine eigene Stadtwache aufgestellt, die den LinzerInnen ihre Stadt zurückgeben will. Als PolizistInnen verkleidete KupfermucknverkäuferInnen überprüften im Volksgarten, inwieweit die PassantInnen den Vorstellungen anständiger ParkbesucherInnen entsprechen. Wie sieht die Haartracht aus? Wie die Kleidung? Riecht man womöglich eine Fahne? Alle, die den Test bestanden haben, erhielten das Pickerl "Sauberer Linzer" oder "Saubere Linzerin". Mit dieser Aktion will die Sraßenzeitung darauf hinweisen, dass alle Menschen ein Recht darauf haben, sich im öffentlichen Raum unbehelligt aufzuhalten.

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Die Gefahr, die Gefahr

Submitted by spam on Thu, 05/05/2011 - 20:44
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Letzte Woche sprach Anne Roth (Pseudonym) in dem Vortrag "Du bist Terrorist?" über jenen Terrorismusverdacht, der ihren Lebensgefähren und ihre Familie betraf.

In Short: Der besagte Lebensgefährte ist Soziologe und forscht im Bereich Stadtsoziologie/Gentrification. Wie es zu der vermeintlichen/tatsächlichen Verdächtigung kam, entnimmt man am einfachsten über eine Radiosendung im FROzine.

1. Mai in Linz

Submitted by giro on Wed, 05/04/2011 - 19:47
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Hier ein paar Pics vom 1. Mai in Linz. Die SPÖ hat sich mit ihrem "Festzug" leider so lange Zeit gelassen, dass die Alternative Maidemo zum ersten Mal seit ich denken kann in schweren Regen geraten ist. Die Welt steht wohl nicht mehr lange..

1mai11_Linz_5 Niemand fühlte sich auf die Schaufel genommen.

1mai11_Linz_6 Die Jusos führen den Maiaufmarsch der SPÖ an und demonstrieren gegen das von ihrer Partei beschlossene Fremdenrechtspaket.

Osterbesuch: Bike Kitchen Linz

Submitted by luepke on Tue, 04/26/2011 - 19:36
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Bike Kitchens liegen voll im Trend, und das ist gut so. Auch die KUPF hat schon das eine andere Wort über diese Zellen der globalen Bicycle Culture verloren, zum Beispiel in einem Artikel von Günther Ziehlinger (KAPU Linz) über die Bike Kitchen Linz.

Da die Linzer Bike Kitchen eine besonders mobile zu sein scheint, hat sie des öfteren bereits den Standplatz gewechselt - in der Regel nicht ganz freiwillig. Seit einiger Zeit residiert das kleine Fahrradreparaturkollektiv nun am Fuße des Schlossberges an der Lessingstraße, wo es bis mindestens Mai 2011 noch einen kleinen Flecken Erde als Werkstatt und Treffpunkt nutzen kann.

Open Barcamp Salzkammergut am 16. April im OTELO Vöcklabruck balkonpflanze Tue, 04/12/2011 - 16:31
Do it yourself, Community Building und Vernetzung sind auch in der Region Salzkammergut bestimmende Querschnittsthemen. Insbesondere in den letzten 5 Jahren lässt sich dieser Prozess in zunehmendem Maße beobachten, was sich in wachsenden oder neu gegründeten Initiativen in Kultur, Medien über Permakultur bis Technologie widerspiegelt.

Vor diesem Hintergrund wird nun die Barcamp-Idee als Anti-Konferenz und offene Veranstaltung - an der sich Menschen austauschen und voneinander lernen können - auch im Salzkammergut umgesetzt. Thematisch ist das Barcamp völlig offen gehalten.

Das Open Barcamp Salzkammergut findet kommenden Samstag, 16. April von 10:00 bis 18:00 im OTELO - Offenes Technologielabor statt.

Radionest goes Medienkarawane!

Submitted by balkonpflanze on Wed, 04/06/2011 - 22:49
Ein kurzer Blick in den Rückspiegel: Mit einem Tag der offenen Tür wurde vor knapp einem Jahr das Radionest Vöcklabruck als FRS Außenstudio im OTELO eröffnet - auch die KUPF Zeitung berichtete (Link) und das Pilotprojekt "Freies Medium gründet Außenstelle" war auf Schiene.

Es schien für einen Moment so, als ob das oberösterreichische Radiouniversum nach den Gründungen in Freistadt und Kirchdorf auch ganz ohne Festival der Regionen Impuls wachsen könnte. Fast. Denn wenige Tage nach der Außenstudio-Eröffnung war es dann auch schon offiziell: das Festival der Regionen wird 2011 in Attnang-Puchheim Station machen und damit wieder eine riesen Chance eröffnen: wenn auch in diesem Fall nicht für einen neuen Sender, so für die regionale Verankerung einer bestehenden Community.

Ratlosigkeit als politische Kategorie?

Submitted by luepke on Wed, 03/30/2011 - 19:00
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Die folgenden Zeilen haben keinen Sinn, keine Aussage. Sie sollen Erlebtes und meine Ratlosigkeit ausdrücken.

Ich bin gern in Berlin. So zum Beispiel diese Tage. Und immer, wenn ich in Berlin bin, verbringe ich am liebsten Zeit in Deutschlands berühmtesten Problem-Bezirk Neukölln. Sie kennen die mediale Aura: Heroin, Hartz4, Rütli-Schule. Moslems, Gangster, Problem-Kids. Den Gangster traf ich aber nicht in Berlin, sondern am Heimweg. Via „Bobobomber“ (das Wort habe ich erfunden und steht für AirBerlin) flog ich nach Salzburg, von dort gings weiter per Zug nach Linz.

Unter dem Baustein, ja da liegt der Strand! [Kulturhaus VB]

Submitted by balkonpflanze on Mon, 03/28/2011 - 21:02
Das Ringen um kulturellen Freiraum ist oftmals ein Dauerbrenner, insbesondere in der regionalen Kulturarbeit. Das Schaffen oder Halten von geeigneten Räumlichkeiten ist gewissermaßen ein knochenharter Job - Kondition ist bei all den kommunalpolitischen Hürden und Stolpersteinen von Vorteil.

Linz: Critical Mass 25.03.2011

Submitted by luepke on Fri, 03/25/2011 - 21:09
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Die Critical Mass ist eine inzwischen recht beliebte und erfolgreiche Srtategie sowie Bewegung sozialen wie ökologischen Widerstandes. International teilweise recht erfolgreich, in Österreich vor allem durch die ausgesprochen gut besuchte und medial wild beäugte Critical Mass Vienna bekannt. Im Linz, der ewigen Provinz, fristet die Critical Mass eher ein Nischendasein, ist aber dennoch aktiv und kontinuierlich am Radeln. Jeden letzten Freitag im Monat treffen sich in der warmen Jahreszeit etwa 30 bis 150 AktivistInnen und unternehmen einen unangemeldeten und ungeplanten Ausflug durch die Stadt.

Tag des Apfels?

Submitted by giro on Sun, 03/20/2011 - 13:41
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15.000 Frauen und Männer marschierten gestern über die Wiener Ringstraße. Ein breites Bündnis bis hinein in die ÖVP hat die bunte Demo organisiert. Der 8. März ist ein Fixtermin für frauenpolitischen Aktionen. Ein Kampftag, ständig von Kommerzialisierung und Ritualisierung bedroht und doch zäher als mann glaubt. Das Datum erinnert an einen Textilarbeiterinnen-Streik in New York 1857. Die Assoziation damit gibt es aber erst seit dem Kalten Krieg. Ursprünglich wurde der Kampftag stark mit den sozialistischen und kommunistischen Bewegungen verbunden. Aufgrund der schaurigen Performance des realen Sozialismus fand frau dann in dem (historisch umstrittenen) New Yorker Streik eine bessere Erzählung.

KUPF gegen Bettelverbot

Submitted by giro on Thu, 02/24/2011 - 21:04
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Wie viele andere Vereine und Organisationen unterstützt auch die KUPF die kürzlich gegründete BettelLobby Oberösterreich:

****************KUPF-Blog Originaltextservice******************

Presseaussendung BettelLobby OÖ Linz, am 24.2.2011

Betreff: BettelLobby OÖ gegründet

Sehr geehrte MedienvertreterInnen,

Der oberösterreichische Landtag wird am 10. März ein verschärftes Bettelverbot beschließen. Mit diesem Gesetz sollen arme Menschen von den Straßen vertrieben werden. Die Armut wird bleiben, auch weil die Politik bei der Bekämpfung der Armut nachlässig ist. Über Jahre wurde von Boulevard und Rechtsparteien der „Mythos Bettelmafia“ aufgebaut. Mit der Realität der Menschen hat das jedoch nichts zu tun. Bettelverbote sollen diese bloß aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängen.

Éric Cantona

Submitted by spam on Mon, 02/21/2011 - 23:48
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Christlich-sozial. Sozial-demokratisch. Heute wurde das neue Fremden"recht", durch die Koalition (wieder einmal neu) beschlossen. Menschen werden in jene, die "wir brauchen" und jene die - freundlich formuliert - "geduldet werden" separiert. Zweitere oder letztere müssen zudem schon vor oder mit der Einreise über Deutschkenntnisse verfügen. In der wirklichen Welt, unter wirklichen Umständen, weiss man, dass dies in den meisten Fällen nicht der Fall sein wird. Auf der Flucht innerhalb von wenigen Tagen eine Sprache zu lernen, das vermag vermutlich nur der eine oder andere Idiot Savant.

Ute Bock hatte schon recht mit Ihrer Einschätzung, dass PolitikerInnen, die ihr Leben zwischen Enqueten, Empfängen, informellen Verbindlichkeiten, Wirtschaftsabkommen, Homepages und schwindlichen Privatisierungen fristen, in einer Welt, in welcher ein Chauffeur oder

48 zu 52

Submitted by spam on Sun, 02/20/2011 - 15:21
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52% waren in der Sonntagsfrage für Neuwahlen. In den letzten Jahren reichte ein trotziges "Es reicht" und schon krachte es in der Regierung. Das erinnert an italienische Verhältnisse. Gewinner dieser zerrütteten Regierungskoalition, die durch die Nachwehen von Blau-Schwarz nur auf wackligen Prinzessinnenbeinen steht, könnte die F sein. Denn viele von denen, die nach Neuwahlen rufen, könnten aus "Protest" wohl die Blauen wählen. Und, dass Österreich ein ungesundes Verhältnis zu Protest hat, hat auch der FM4-Protestsongcontest gezeigt. Da wird bierernst musikalischer Protest zerlegt und kritisiert und Martin Blumenau wirft infantil, wie großkotzig das Revolutionsjahr von 1848 als sein Verständnis von Protest ein.

Welches Land? Welche Zeit?

Submitted by aderieg on Fri, 02/18/2011 - 18:31
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In welchem Land leben wir? In welcher Zeit? Ein Mädchen verschwindet aus der Klasse. Die Nachbar_innen sind plötzlich weg. Der freundliche Mensch, den man bis jetzt täglich gesehen hat, ist nicht mehr da … Das Land heißt ja Österreich, aber in welcher Zeit leben wir jetzt? Solche Erfahrungen stammen nicht aus der dunklen Vergangenheit, der Schreckenszeit des 20. Jahrhunderts, sie häufen sich hier und jetzt – heute im 21. Jahrhundert. Und es wird immer enger, dafür bürgen die bestehenden und noch mehr die geplanten „Verschärfungen“ im „Fremdenrecht“. Die zunehmenden Abschiebungen lassen sich in keinster Weise rechtfertigen oder schlüssig erklären. Der bürokratische Aufwand, die enormen Kosten stehen in keinem Verhältnis zu „Ersparnissen“ im Staatshaushalt. Die sich verbreitende Verunsicherung trägt sicherlich nichts zu einem gemeinschaftlichen Leben bei. Welche Interessen stecken wirklich hinter diesen menschenverachtenden Repressionen?

Ein Bettelverbot kommt selten allein

Submitted by giro on Tue, 02/15/2011 - 09:51
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Wie beim Domino fällt ein Bundesland nach dem anderen und führt mehr oder weniger strenge Bettelverbote ein. Jahrelang wurde gegen BettlerInnen mobilisiert. Krone, FPÖ und Teile der ÖVP orten eine organisierte Mafia, die arme BürgerInnen aus Osteuropa nach Österreich karrt und zum Betteln zwingt. Um die angebliche Ausbeutung zu unterbinden wird der scheinbar einfachste Schritt gesetzt. Der Umgang mit dem Thema ist beispielhaft für die Kopf-in-den-Sand-Politik Österreichs. Denn die Gründe sind so vielschichtig, dass eine echte Lösung der Frage viel Kapital erfordern würde: finanzielles und vor allem politisches.

Aha.

Submitted by spam on Wed, 02/02/2011 - 10:58
Von:
H.C. Strache: "Der Islam bezieht sich auf den Islamismus, wie der Terror auf den Terrorismus."

Aha.

Und Pazifismus kommt von Pazifik ...

Neue Ideen für eine neue Welt

Submitted by giro on Mon, 01/24/2011 - 16:41
Von:
Da ich es diesmal nicht geschafft habe meinen Weihnachtsbuchtipp für die KUPF-Zeitung rechtzeitig (also 3 Wochen nach Redaktionsschluss) abzugeben, beglücke ich jetzt den KUPF-Blog damit. Das Buch war schon damals nicht mehr brandneu und Weihnachten ist längst verdrängt, aber der Inhalt ist natürlich nicht passé.

Robert Misik - Anleitung zur Weltverbesserung

Made in Dagenham

Submitted by giro on Wed, 01/19/2011 - 23:49
Von:
Das Linzer Programmkino Moviemento ist deshalb eine der wichtigsten Einrichtungen in Linz, weil es immer wieder passiert, dass einen ein dort gesehener Film über Tage beschäftigt. Positiv und negativ. Die Sozialkomödie "We want Sex" ist so ein Film. Warum der Originaltitel "Made in Dagenham" ersetzt wurde ist mir zwar rätselhaft, aber die Story hat es in sich. Erzählt wird mit britischem Humor die Geschichte eines legendären Streiks in Großbritannien. 1968 waren die Gewerkschaften noch stark und die Insel wurde von einem Labour-Premier regiert. Henry Ford II war einer der wichtigsten Arbeitgeber des Landes. Weil sie - wie damals (und leider auch noch heute) üblich - deutlich weniger verdienten als Männer traten 187 Näherinnen in den Ford-Werken in Dagenham/Wales in den Streik. Zu dieser Zeit war das völlig ungewöhnlich.

Stadtwache - Der Film

Submitted by giro on Thu, 12/09/2010 - 15:23
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Die neue Linzer Stadtwache kämpft mit ihrem schlechten Image. Nach Monaten des Abwartens reagiert die Stadt nun endlich und hat eine Werbekampagne in Auftrag gegeben. Auf City-Lights wird um Verständnis für den Ordnungsdienst geworben und heute ist auch ein Werbespot präsentiert worden.

Seht selbst, wie unverzichtbar unsere Stadtwache ist. Etwaige Ähnlichkeiten mit stadtbekannten Querolanten sind natürlich reiner Zufall.

Regie: Ünal Uzunkaya Produktion: flimmerfrei media

Wolfshaut

Submitted by spam on Wed, 11/24/2010 - 07:58
Von:
Florian Klenk's Blogeintrag mit dem Titel "Fall Krems: Die Geschichte der verbannten Mutter" zeigt ein "Wolfshaut"-Österreich, ein Österreich, wie es Jelinek beschreibt, ein Österreich, das in seinem Gesamtgefüge erbarmungslos handelt, wie auch Unterlassungssünden begeht, damit es schuldlos bleibt. Und dabei denkt man gerne, dass eine solche Haltung in der jüngsten Vergangenheit begraben liegt, weil heute doch alles ganz anders ist.

eine Anregung oder ein Trauerspiel

Submitted by niebla on Mon, 11/15/2010 - 18:47
Von:
Ein Beispiel aus Braunschweig kann zu einer weiteren hoffnungslosen Diskussion anregen. Kulturpolitik, Kritik, Sanktionen. Die Geschichte des deutschen Schriftstellers Hartmut El Kurdi, die 2007 durch die Medien ging, lässt tief blicken. Vielleicht sollte man sich also eher abwerben lassen und nicht weiter gegen Windmühlen kämpfen wollen? http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/Uebersicht/Satiriker-Hartmut-El-Kurdi-ist-nach-Hannover-gezogen

Lifestyle-Kids

Submitted by spam on Wed, 11/10/2010 - 16:16
Von:
In die Luft gucken, flanieren, die Menschen sehen. Heute in der Innenstadt: Vor mir 3 kleine Jungs, zwei davon mit Skateboard; sie kommen gerade von der Schule und unterhalten sich. Sie sehen nett aus, diese, wirklich noch recht kleinen, 7-jährigen urbanen Kids; langes Haar und dieser typische Skaterstil, den sie von den jungen oder Nicht-mehr-jungen Eltern vererbt bekommen haben. Burton-Rucksack in Schwarz/Weiss, Vans, Stacheldrahtmuster auf der gefütterten, warmen Weste, schrill gefärbte Billabong-Hauben - ein cooler Dresscode, der aussagt, die nächste Skaterbahn ist nicht weit, oder auch das Meer zum Surfen.

Dann werde ich stutzig. Sie wirken zu sicher. Es scheint ihnen die Welt selbstverständlich zu sein. Kann es sein, dass sich der Lifestyle in den Habitus ungut eingeprägt hat - und sich dann ... ja was nur?

Westring: Provinz und Vision pt.II

Submitted by luepke on Thu, 11/04/2010 - 16:14
Von:
Liebe SPÖVP!

Die Politiker der oö Landhauptstadt Linz haben sich schon seit Jahren auf eine Möglichkeit aus dem ersten Strang der Möglichkeiten eingeschworen. Ich bedauere das sehr, denn ich halte das für den größten denkbaren Verkehrs- und stadtpolitischen Fehler. Fast 1 Milliarde Euro Steuergelder wollen Sie, liebe SPÖVP, in Brücken, Tunnels und Autobahnen investieren, um dem Individualverkehr und Gütertransport ein beschleunigtes Durchkommen durch Linz zu ermöglichen. Projektname Westring. Man möchte dem Verkehr, der Transportlobby, der Automobilindustrie und den Autofahrern ein wenig den roten Teppich ausrollen, den Staus beikommen und die tatsächlich nicht beneidenswerten Pendler entlasten.

Westring: Provinz und Vision pt.I

Submitted by luepke on Thu, 11/04/2010 - 16:06
Von:
Liebe SPÖVP!

Es gibt in der Politik spannende und langweilige Themen. Verkehrspolitik ist sicherlich nicht sonderlich spannend, aber sie ist eine Schlüsselpolitik in der mobilisierten Gesellschaft. Zudem kulminieren in der Verkehrspolitik die großen Themen unserer Gegenwart: Sozialpolitik, Umweltpolitik, Migrationspolitik.

Der Großraum Linz steht verkehrspolitisch vor einer großen Entscheidung. Angesichts der gestauten Realität und den verheerenden Prognosen ist allen Beteiligten klar, dass es so nicht weiter gehen kann. Der derzeitige Zustand ist bereits furchtbar, die Zukunft wird ohne politische Eingriffe zur Katastrophe. Einer Stadt oder Region stehen zu Beginn des 21. Jahrhunderts mehrere Lösungsansätze offen, alle sind schmerzhaft und teuer. Grob gesagt gibt es zwei Stränge von verschiedenen Möglichkeiten:

Zitate zur Krise

Submitted by stefanhaslinger on Thu, 10/28/2010 - 22:05
Angesichts der Bilder zur Protestbewegung in Österreich und zum Umgang der Regierung mit der Frage nach (sozialer) Gerechtigkeit, kommen zwei Zitate gerade recht: “Sei es im Bereich der Wirtschaftspolitik, der Staatsräson oder der politischen Philosophie in ihrer Gesamtheit, immer verließen sich die pragmatischen Berufspolitiker und ihre Hofsoziologen auf das Nichtvorhandensein einer Alternative zu ihren mittelmäßigen Erfolgen und Grundvoraussetzungen“. aus Manuel Vázquez Montalbán „Marcos Herr der Spiegel“.

Dancing Auschwitz

Submitted by giro on Thu, 10/21/2010 - 20:03
Von:
Kunst kann bestehende, eingebildete oder aufoktroyierte Denkmuster mit einem einfachen "Kunstgriff" zerstören. Schafft sie das, wird sie interessant und auch politisch relevant. Jane Korman aus Melbourne hat das in beeindruckender Weise erreicht.

Gemeinsam mit ihrer Familie besuchte sie Stationen des Leidensweges ihres Vaters: Lodz, Theresienstadt, Auschwitz

Spontane Protestaktion gegen Maria Fekter in Linz

Submitted by giro on Thu, 10/14/2010 - 21:16
Von:
Am Mittwoch den 13.10.2010 sprach Innenministerin Maria Fekter vor 1500 PolizistInnen im Linzer Design Center. Die Jusos (SJ, AKS, IKS, VSSTÖ) organisierten eine spontane Protestaktion vor dem Eingang. Warum brauch ich angesichts der immer dramatischer werdenden Abschiebepraxis in Österreich nicht genauer zu erklären. Hier das Video zu der Aktion:

Der Widerstand wächst. Wir dürfen nicht locker lassen! Engagiert euch gegen die Barbarei der Bürokratie!

Repräsentativer Feudalismus!

Submitted by stefanhaslinger on Tue, 09/07/2010 - 17:19
Sicherlich ist es fraglich, ob Armin Thurnher (Chefredakteur des Falter es gerne sieht, wenn er in einem Blog-Beitrag zitiert wird. Sicherlich nicht fraglich ist, dass Thurnher in seinem letzten Kommentar (Falter 35/10), in welchem er sich auf die Budgetdebatte in Österreich bezog etwas sehr, sehr Gutes schrieb:

"Hieß Demokratie nicht gerade, die Dinge in der Öffentlichkeit zu diskutieren, ehe sie entschieden werden? Und bestand der Kern des Feudalismus nicht gerade darin, schädliche Einzelideen von den Untertanen fernzuhalten, damit diesen nicht auf üble Einzelgedanken kämen? Sie, die doch das Gemeinwohl nicht ebenso im Auge haben konnten wie der Fürst?"

Weil, wenn ich so etwas lese, dann fangen die Gehirnwindungen zu rotieren an. Wo werden Entscheidungen in der Öffentlichkeit diskutiert? Wie weit lässt die Transparenz es zu, dass - zumindest - die Betroffenen Gehör finden.

Linz braucht noch immer keine Stadtwache

Submitted by giro on Mon, 08/30/2010 - 20:02
Von:
*************KUPF-Blog Originaltextservice****************

Presseaussendung vom 30. August 2010 der BürgerInneninitiative "Linz braucht keine Stadtwache"

Zum Start der „Stadtwache“ (offiziell unter dem Titel „Ordnungsdienst der Stadt Linz GmbH” geführt) am 1. September wiederholt die BürgerInneninitiative „Linz braucht keine Stadtwache“ ihre Ablehnung an einem solchen Organ und kündigt eine Meldestelle für Vorfälle im Zusammenhang mit der „Stadtwache“ an.

Prohibition und Ethnizität

Submitted by luepke on Mon, 08/30/2010 - 20:01
Von:
Neue Städte sind in der Regel nur scheinbar neu. Ihre Makrostrukturen gleichen sich ja in der Regel in erschreckend hohem Maß, die Unterschiede finden sich im kleinen. Eine Makrostruktur, die die "moderne" Stadt westlichen Typus auszeichnet, ist ihre segretative Wirkung. Rassismus ist dabei eine der maßgeblichen Methoden.

Für den selbstgewählten Kosmopoliten, der sein provinzielles Zuhause verlässt und sich vorsichtig in eine Weltstadt seiner Wahl wagt, stellt sich dann die Frage: Was ist mangels völkischer Verbindungen zum autochthonen Verkaufstalent vor Ort rassistischer: wenn ich mein Gras bei den Afrikanern im Park kaufe oder doch bei den Türken an der U-Bahn Station?
Links zum Thema:

Heidi Klum´s Schnurrbart

Submitted by stefanhaslinger on Wed, 08/25/2010 - 22:38
Von:
Kunst ist nicht sowas tolles wie Kultur, sondern eher ein evolutionärer Luxus. Man kann damit einen Haufen Geld machen, ohne richtig arbeiten zu müssen und als Distinktionsprügel ist sie nicht zu unterschätzen. Besonders gerne mag ich sie, die Kunst, aber, wenn sie witzig ist (die Anhäufung der Beistriche ist korrekt, by the way).

Witzig ist definitiv der semibekannte Stassenartist Branco. Es ist ihm seit geraumer Zeit ein großen Anliegen, sich über Heidi Klum lustig zu machen. Dazu bedient er sich dessen, was wir Kulturlinken uns als "Kunst" erkämpft haben. Seine Street Art macht sich also erfolgreich über Heidi lustig, vorwiegend mit doofen Unterstellungen. Besonders gut finde ich seine Behauptungen, dass Frau Klum sich tagtäglich zwei mal den Schnurrbart rasiert.

AMS Performance

Submitted by spam on Mon, 08/23/2010 - 11:04
Von:
Das Prestige des AMS ist, glaube ich, nicht besonders hoch. Zumindest muss ich sagen, dass sich so manches Klischee nach meinem zweiten Besuch bestätigt hat. Und ich denke nicht, dass KulturarbeiterInnen dort schlechter gestellt sind, als andere Berufsgruppen. Jedenfalls hat es mich erwischt und ich landete beim AMS. Und ehrlichgesagt, dachte ich nicht im entferntesten daran, dass diese Termine in irgendeiner Form herausragend sein könnten, obwohl ich Amtsbesuche stets kafkaesk empfinde.

Ein wertvolles Mitglied

Und weiter ... ?

Submitted by spam on Mon, 08/09/2010 - 09:57
Von:
Es kann sein, dass die Grünen zur Causa Förderskandal KUPF Innovationstopf eine Anfrage im Landtag stellen. Das ist gut und notwendig. Aber letztlich geht es nicht "nur" um die bislang gefallenen Projekte "Wachschatten" und "Watchdogwatcher", sondern um Grundsätzlicheres: Um die Freiheit des Kunst- und Kulturschaffens, frei von politischer Einflussnahme.

Ist die KUPF nun die Einzige die Widerstand gebietet? Ist die Petition das einzige Mittel? Haben KünstlerInnen schon interveniert, einen Schlachtplan erstellt?

Zum Kulturbegriff

Submitted by stefanhaslinger on Mon, 08/09/2010 - 09:57
Jetzt kommt es ganz dick! Wir diskutieren heute: „Was ist Kultur?“ Um im nächsten Absatz auch gleich wieder damit aufzuhören.

Die Frage die sich rund um die Causa Innovationstopf 2010 aber in sehr vielen Kommentaren und Diskussionen findet, ist: „Muss alles was als Kulturprojekt tituliert wird, auch aus Kulturmitteln gefördert werden?“ Die simple Antwort darauf muss „Nein“ lauten. Denn damit würde es wohl doch zu einfach werden.

Die komplexere Antwort darauf führt aber wieder zur Ausgangsfrage: „Was ist Kultur?“ bzw. „Was ist Kulturarbeit?“.

Kreisbewegungen!

Submitted by stefanhaslinger on Fri, 07/30/2010 - 19:47
Vorweg muss vielleicht gesagt werden, dass es in der Geschichte der KUPF nicht oft vorgekommen ist, dass ihr der Kragen platzt (vielleicht auch nicht oft genug). Darum mag es für Einige sehr verwunderlich sein, dass in relativer Vehemenz auf die Absage der zwei Projekte im Rahmen des KUPF Innovationstopf reagiert wird. Aber hier muss der Leitsatz gelten, dass das was sein muss auch sein muss.

Für Spekulationen, wie die Sache ausgehen wird, ist es noch zu früh, aber immerhin muss nicht mehr spekuliert werden, wie die FPÖ (Linz) darauf reagiert, weil sie es schon getan hat. Und – es sei vorweggenommen – in vorhersehbarster Art und Weise.

Ke Nako - Protestaktion auf dem Linzfest

Submitted by giro on Thu, 07/29/2010 - 11:38
Von:
Am 24. Mai 2010 protestierten AktivistInnen auf dem Linzfest, das heuer unter dem Motte "Afrika jetzt!" stand, gegen die restriktive Migrationspolitik in Österreich. Auslöser war die Abschiebung eines Linzers nach Nigeria wenige Tage zuvor. Die Aktion versuchte die allgemeine Wohlfühlatmosphäre zwischen den Festbühnen mit der traurigen Realität österreichisch-afrikanischer Beziehungen zu konterkarieren.

Niedlich

Submitted by spam on Tue, 07/06/2010 - 16:16
Von:
Als die einzige Uni-Rektorin (Anm.: Boku) vor etwa zwei Jahren das Handtuch warf, sprach sie von undurchdringlichen Männerbündnissen. Aktuell hat das liebe Österreich wieder eine weibliche Uni-Rektorin vorzuweisen. Die Tageszeitung "Österreich" titelte dazu in der Sonntagsausgabe: "Frau Rektor und die 20 Männer". Diese Seite war vorallem durch eine große Aufnahme von Sonja Hammerschmid, ihres Zeichens Unirektorin der Veterinärmedizin Universität in Wien, gekennzeichnet. Sie habe Stil, steht dort (und eine gute Figur?).

War immer von Tieren umgeben

Das Interview war ebenso knapp, wie seltsam. Hammerschmid wurde weniger nach ihrer wissenschaftlichen Laufbahn befragt, sondern nach ihren Hobbies, "man hörte sie seien recht sportlich". Und man fragte sie nach ihren Haustieren. Die geneigte Leserin weiß nun, daß Frau Hammerschmid immer schon Katzen um sich hatte. Das Interview stand im Übrigen unter der Headline: "War immer von Tieren umgeben ..."

rechtsextrem

Submitted by giro on Fri, 06/25/2010 - 17:10
Von:
Interview mit Christa Bauer über das Buch "rechtsextrem"

»rechtsextrem« ist ein übersichtliches Nachschlagewerk mit umfangreichem Bildmaterial und auch versierte Antifas werden die eine oder andere Neuigkeit entdecken. Die zweite Auflage ist gerade im Verlag des Österreichischen Gewerkschaftsbundes erschienen.

Alle Infos finden sich auch auf der Homepage und werden laufend aktualisiert.

Zombies

Submitted by spam on Sun, 06/13/2010 - 19:10
Von:
Ein Kommentar zu dem im KUPF-Blog, neben der Kulturhauptstadt, größten Tag der Schlagwortmatrix: Bananenrepublik.

Zombies sind Untote. Sie sind tot, aber irgendwie leben sie noch. Oder wie im Film: sie sind scheinbar Lebende, ihrer Seele beraubte, willenlose Wesen. In dem Blog Sprengsatz wurde die deutsche schwarz-gelbe Regierung (die Tigerente) zur Zombie-Regierung erklärt. Als K.o.alition. Deutsche Medien sprechen unter anderem auch von den 100 Tagen Oben-Ohne, da der Präsident in einer Kurzschlussreaktion sein Amt - das eigentlich ihn hat - zurücklegte. Soviel zum großen Bruder.

Nunja, und hierzulande?

Substanzloses Gedöns!

Submitted by stefanhaslinger on Mon, 06/07/2010 - 10:36
Oft sitzt man wo, weil es einen interessiert. Dann hat man auch so seine Erwartungen. Und dann denkt man sich: Wozu war ich da! So geschehen am Samstag bei der Podiumsdiskussion im Rahmen des Symposiums „Jugend und Rechtsextremismus“.

Was dort geboten wurden – von politischer Seite – war nicht mehr als das Absondern von Worthülsen, die – paradoxerweise – von politischer Seite kritisiert wurden. Antworten gab es keine. Eher den verzweifelten Versuch zu erklären, warum es denn jetzt einen Rechtsruck bei Jugendlichen gibt. Als Auslöser Nummer Eins musste einmal mehr die FPÖ und ihr discoaffiner Strache herhalten. Das ist auch das einfachste, sich hinzustellen und zu sagen: „Der ist so populistisch, da wollen wir nicht mitmachen, aber leider mag die Jugend diesen Populismus.“

Die Kniende

Submitted by spam on Sun, 06/06/2010 - 18:25
Von:
Tatort Museumpark der Landesgalerie Linz.

In geheimer Mission wurde dort Donnerstag Nacht von zwei Linzer Künstlerinnen ein "Tapp- und Tastkino" nach Valie Export an zwei Skulpturen realisiert. Als Auftraggeberin bekannte sich Fiftitu, die im Rahmen von Lustvoll Böse mit feministischen Aktionen Aufmerksamkeit erregen. Export trug 1968 einen Karton über dem nackten Oberkörper. Passanten auf der Straße durften nach ihren Brüsten grapschen. Die beiden Linzer Künstlerinnen haben nun zwei Skulpturen ein Tastkino verpasst. Diese sind zwar stumm, aber was ins Auge springt, sind die Titel der Skulpturen. Und es werden mit dieser Aktion wieder aktuelle Fragen in den Raum gestellt: Was ist der "natürliche Körper" (der Frau)? Und was die Bilder, Projektionen und Codes?

Die Aktion wurde vom Museum mittlerweile legitimiert.

Die OÖN, das Internet und die Nazis

Submitted by luepke on Mon, 05/31/2010 - 20:36
Von:
Was tatsächlich bei dem israelischen Angriff auf die „Gaza-Flotte“ geschehen ist (siehe Haaretz oder Webstandard) vorgefallen ist, kann und vermag ich nicht zu kommentieren - mir und uns fehlen derzeit die Hintergrundinformationen. Und wie immer, wenn es um Israel geht, spült das Netz gegensätzlichste Infos und Behauptungen zuhauf an die Oberfläche.

Normenklatura

Submitted by stefanhaslinger on Fri, 05/28/2010 - 19:14
Zugegeben: Der Titel ist erst einmal ein eye-catcher, ein simples Wortspiel. Aber darüber hinaus birgt er auch das Versagen in sich, das gerade zu Tage tritt.

Wir reden von Normen. Normen definieren unser gesellschaftliches Miteinander, Normen sind es auf die wir uns berufen. Die Problematik und in weiterer Konsequenz das Versagen in diesem Prozess, ist die Frage, wer diese Normen definiert. Es ist immer die – vermeintliche – Mehrheit, die Macht die die Norm vorgibt, an welche sich alle anderen anzupassen haben. Die Mehrheit als Führungselite, als Normenklatura.

Diese Normen werden nicht verhandelt, es findet kein Dialog darüber statt, sondern sie werden als gewachsen und erarbeitet angesehen. Dabei sind die meisten Normen wohl eher Zufallsprodukte einer gesellschaftlichen Erprobung.

Salzberg statt Zuckerberg

Submitted by spam on Fri, 05/21/2010 - 20:31
Von:
Die Netzwelt ist lebendig. Kein Zweifel. Es gibt Widerstand, Hysterien und Hypes. Im Moment stehen besonders Facebook und Apple im Kreuzfeuer der Kritik. Die Giganten des Web sind auf der Jagd nach Information, mit der wir ihre Portale und Dienste freiwillig/Facebook oder mehr "unfreiwillig", weil bequem und benutzerinnenfreundlich/Google, Apple füttern. Was den Hype betrifft: "Wir haben es am Samstag ausgeliefert. Dann, am Sonntag, ruhten wir," verkündete kürzlich iGod, Steve Jobs auf eine Journalisten Anfrage zur Präsentation der neuen iPhone-Software OS 4.0. Nicht unbedingt ein Sympatieträger. Was den Widerstand betrifft:

Circumlocution Office

Submitted by spam on Sat, 05/15/2010 - 20:00
Von:
Charles Dickens hat in einem Roman die Bürokratie, die Herrschaft der Verwaltung, als "Amt für Umschweife" persifliert. Er kritisierte damit die Gewohnheit, sich mit allem zu beschäftigten und viele Formulare auszufüllen, aber vor lauter Umständen nichts zu schaffen und dabei jeden Fortschritt zu hemmen.

"(…) aber gerade Bürokratie ist bekanntlich ein System mit sehr geringer Störempfindlichkeit." Niklas Luhmann, Soziale Systeme

Bürokratie funktioniert. Sie gleicht einem hermetischen System, das alles registriert, bezeichnet, verwaltet und festlegt. Es ist ein System von Gesetzen, Vorschriften, Verordnungen und Anweisungen. Auch die EU ist ein bürokratischer Apparat. Und die EU hat beispielsweise entschieden, dass alle Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen registriert werden müssen, damit die Herkunft und Identität der Tiere bestimmt werden können.

Yellow Tag

Germanophobie und Selbstverkennung

Submitted by luepke on Tue, 05/11/2010 - 20:51
Von:
Wenn man nach langer Zeit wieder einmal in den Zug nach Berlin steigt, erschrickt man: wo kommen bloß all die Deutschen her? Der arrogante, aggressive Klang ihrer Sprache nervt nach wenigen Minuten. Zugegeben: man mag sie nicht.

Das Schöne ist aber: wenn man nach kurzer Zeit wieder in den Zug zurück nach Linz steigt, bemerkt man sie sofort: Österreicher. Was haben die bloß alle in Berlin gemacht? Die primitive und animalische Klangfarbe ihrer Sprache zeugt vom barbarischen Wesen. Und natürlich mag man sie nicht.

Nadel + Faden

Submitted by spam on Tue, 05/11/2010 - 10:57
Von:
Es ist nicht alles Politik. Kunst mischt sich ein. Auch bei der Stadtwache spielt die Ästhetik ein Rolle. Sicherheit. Ordnung. Sauberkeit. Ein trockenes Thema? Es gibt Leute, nein, Künstler, die Farbe in unser Leben bringen! Repräsentation ist die halbe Miete, oder wie sagte mein Vater immer: Kleider machen Leute.

Uniformen als Zeichen des Respekts

Fast basisdemokratisch, die Frage des Geschmacks. Wir wollen uns einig sein ... Welche Uniform

Elegant und vornehm: Der erste Vorschlag für die männlichen Wachemitglieder Elegant

Streng und edel: Der Entwurf ist eine Reminiszenz an historische Uniformen, modernes Styling dominiert Streng

Massenkompatibler Sexismus!

Submitted by stefanhaslinger on Mon, 05/10/2010 - 10:56
Heute bitte ich Sie mich in meine Wohnstadt zu begleiten, wo das Betreten der Niederungen geradezu en vogue zu sein scheint. Betreten wir Wels „die Stadt“ und sehen wir, was dort als lustig gilt.

Die Kasperliade rund um das Konzert von AC/DC dürfte hinlänglich bekannt sein. Das Wels sich hier nicht mit Ruhmes-Lorbeeren geschmückt hat auch. Aber jetzt „Lachen die Welser über sich selbst“. Und das tun sie mithilfe von T-Shirts, die vom Stadtmarketing vertrieben werden, auf denen weiß auf schwarz geschrieben steht: „Wir sind gut ...... ZU VÖGELN.“

Was für ein Humor!

O Susanne Leuchtturm, Where Art Thou?

Submitted by spam on Fri, 05/07/2010 - 09:48
Von:
Linz. Plakate und Grafiken die rechte Ideologie verbreiten. Abgesehen von den inhaltlichen Ressentiments und Xenophobien, überrascht immer wieder die Auswahl der Sujets. Im Rahmen eines Vortrages des Rechtsextremisten und Antisemiten R. Melisch Ende April in Linz gruben Burschenschafter ein Nazi-Sujet aus. Diesmal: der Unterarm und die Schlange. Die Faust bändigt die heimtückische Schlange, die alte Verführerin. Die Schlange steht für Globalisierung und Fremdherrschaft, das steht da auf der Schlange. Die Anleihen nahmen die Verantwortlichen von einem Plakat der 40er Jahre: der selbe Unterarm, die selbe Schlange, stand das Tier damals für Hochfinanz und Marxismus. Der Lüge wünschte man den Tod. Alles sehr martialisch, steht doch auch heute eine Kriegserklärung im Raum; zumindest nach Ansicht von “Arminia Czernowitz”, jener schlagenden Burschenschaft, der auch Linzer FP-Sicherheitsstadtrat D. Wimmer angehört.

Böse Märchenwelt

Submitted by spam on Mon, 05/03/2010 - 16:27
Von:
Es war einmal ... eine Sendung auf LT1. In dieser Sendung ging es um Fake und das Passage Einkaufszentrum. Der Passage Chef wollte der Sicherheits-Sache im Haus einmal auf den Zahn fühlen; und dazu dachte er sich etwas Besonderes aus. Er beschloss sich in einen Obdachlosen zu verwandeln, um damit die Sicherheitsmenschen im Haus zu konfrontieren. Gesagt, getan.

Die LT1 Redakteurin begleitete den Chef ins Landestheater. Dort ging es erstmal in die Maske, dann zur Requisite. Schliesslich sollte der Auftritt im Passage möglichst authentisch sein! Nach der Verwandlung marschierte dann das Presse/Chef-Gespann geschlossen und entschlossen vom Theater zum Passage. Der Chef stand also herum und bettelte ein wenig. Und es dauerte nicht lange bis ein Sicherheitsmensch den "Obdachlosen" in handgreiflicher Manier aus dem Haus beförderte. Der Chef war äußerst zufrieden. Ja, angetan von diesem tüchtigen Mitarbeiter.

„Mc Carthy“ Kaltenberger!

Submitted by stefanhaslinger on Mon, 05/03/2010 - 12:04
In der Einleitung zum Beitrag „Replik zum Ausblick! Part IX!“ habe ich schon angekündigt, dass dazu eventuell später mehr kommen würde. Und schon passiert es.

Der Beitrag von Volksblatt Redakteur Michael Kaltenberger ist nämlich nicht nur aufgrund der – nachweislich – falschen Fakten so ärgerlich, sondern weil er in das selbe Horn stößt, wie vor ihm schon viele ÖVP-PolitikerInnen (Franz Morak, Elisabeth Manhal, ...). (Auch die FPÖ stößt in das selbe Horn, aber dies ist aufgrund der reflexartigen Beißhaltung nicht weiter beachtenswert, die SPÖ schaut bei solchen Sachen zuerst lange dem Volk aufs Maul bevor sie sich dann doch äußert).

Was ist es denn, dieses Ärgernis. Spüren wir der Sache nach:

Replik zum Ausblick! Part IX!

Submitted by stefanhaslinger on Thu, 04/29/2010 - 10:23
Eigentlich sollte heute etwas anderes Thema sein! Aber dazu eventuell später mehr. Schlechter Journalismus wird sich öfters finden.

Darum mit vollem Elan zum vorletzten Kapitel, aber nicht ohne die Tradition des Verweises auf KollegInnen

Das vorletzte Kapitel titelt: Bewegung tut gut! Nein es geht der Intendanz nicht um ein Fitnessprogramm. Die Notwendigkeit zur Bewegung sieht die Intendanz in den Institutionen, und hier vor allem in den Führungsetagen.

Die Rod Steigers der Donaulände

Submitted by spam on Wed, 04/28/2010 - 21:40
Von:
Es gibt Kifferregeln (niemand kifft hier, soviel vorab) und es gibt Regeln zum Bloggen. Bloggerregel # 1 lautet wohl: Schreibe nicht über deine eigenen Befindlichkeiten. Und ich tu es trotzdem. Hier, jetzt, sofort. Ich rede davon, dass ich mich durch Polizeiautos, die im Schritttempo vorbeirollen, extrem provoziert fühle. Ich nenne diese unangenehme Auswirkung den Rod-Steiger-Effekt. Rod Steiger verkörpert im Film In the Heat of the Night einen rassistischen Cop, dessen Weltbild erschüttert wird; und zwar von einem Schwarzen, von einem schwarzen Cop. Und es gibt da eine Szene, da sieht Steiger durch gelbe Sonnenbrillen aus dem Auto, das er im Schritttempo über eine Brücke fährt. Und da sein Weltbild bröckelt, macht ihn das noch bedrohlicher; eine tickende Zeitbombe. Eine der besten Filmszenen überhaupt.

"In Linz ... viel Polizei"

Replik zum Ausblick! Part VIII!

Submitted by stefanhaslinger on Wed, 04/28/2010 - 13:46
Kurze Unterbrechungen erhöhen die Spannung! Für den Cliffhanger sorgte diesmal Kollege giro mit einem Stück geborgter Poesie.

Aber dem Gesetz der Serie ist es geschuldet, dass hier das nächste Kapitel des Ausblicks der Intendanz der Kulturhauptstadt betrachtet wird: Die Szenen fordern und fördern!

Und dieses Plädoyer hätten sich wohl die BeobachterInnen der Kulturhauptstadt nicht erwartet: „Zu den wesentlichsten Anliegen jeder städtischen Kulturpolitik gehört die Förderung jener kreativen und künstlerischen Kräfte, die sich in Linz und Oberösterreich als Freie Szene verstehen. Es geht dabei um den vitalen Kern des kulturellen Geschehens und um eine Energie, die sich aus Leidenschaft und im eigenen Auftrag einbringt in die Gesellschaft und in deren Wahrnehmung.“

Dichten gegen Blödsinn

Submitted by giro on Tue, 04/27/2010 - 16:30
Von:
Folgendes Gedicht hat Harald "Huckey" Renner bei der Anti_Stadtwache-Kundgebung am 22.April vorgetragen und dankenswerterweise für den KUPF-Blog zur Verfügung gestellt. Bis 6. Mai kan man noch unterschreiben!

Eines Tages saß ich einfach da und fand einen Sack voll Scheiße nah am Sraßenrand. So unaushaltbar der Gestank in die Nase drang, die Frage ist, was man aus sowas machen kann. Und als ich da so mit dem Sacke stand, kam ein großer, grüner Mann die Straße entlang. In der Ferne sah ich ihn am Horizont, und ich fragte mich woher der wohl kommt. Wenn er da ist frag ich ihn, denn den Scheißehaufen Könnt ich ihm gleich samt dem Sack verkaufen.

"Hallo!", sag´ich: "großer grüner Mann, sieh dir doch bitte mal das Ding hier an, denn was immer es ist: ich brauch es nicht. Ich kann nichts damit machen also verkaufe ich´s." "Ja, ich bin interessiert", sagt der grüne Mann, und sieht den Sack erstmal prüfend an.

Replik zum Ausblick! Part VII!

Submitted by stefanhaslinger on Tue, 04/27/2010 - 09:08
Back after the commercial-break, für die von Kollegen Lüpke propagierte Papstverhaftung, darf heute Teil sieben den Endspurt einleiten. Verwiesen sei an dieser Stelle auch auf das wunderschöne Posting von claire schlamm - was für ein Name, was für ein Kommentar.

Gut – back to business – die Intendanz spricht heute zu uns von: Effizienter werden!

Justiz vs Kirche

Submitted by luepke on Mon, 04/26/2010 - 14:23
Von:
Man nehme mal an, offizielle VertreterInnen der KUPF schlagen, misshandeln und vergewaltigen über Jahrzehnte hinweg ihnen anvertraute Kinder. Große KUPF-Versammlungen und kleine Beratungsgespräche, diese und jene Situationen würden von den kupf´schen Organen zum Missbrauch genutzt. Die KUPF würde es vermutlich nicht mehr lange geben. Zurecht.

Bei der Kirche als potentiell verbrecherische und kriminelle Organisation scheint der juristische Sachverhalt bzw. dessen Bewertung anders zu liegen. Trotz der starken Hinweise auf globale kriminelle Strukturen, auf Missbrauch und dessen Vertuschung auf und von allen kirchlichen Ebenen, werden die Vorkommnisse als Einzelfälle behandelt.

Replik zum Ausblick! Part VI!

Submitted by stefanhaslinger on Mon, 04/26/2010 - 09:48
Diese kleine Serie lässt sicherlich den Eindruck entstehen, dass es darum geht der gewesenen Kulturhauptstadt und ihrer Intendanz noch eins auszuwischen, vor allem da die Medienmaschine nicht mehr läuft. Doch es geht um mehr! Es geht darum, (kultur-)politische Empfehlungen anzusehen, die an die Stadt und Ihre Verantwortlichen gerichtet sind und diese kritisch zu hinterfragen. Das – aus meiner Perspektive – nur wenig Begrüßenswertes in den Ausblicken steckt, kann mir nicht angelastet werden. Umso mehr kann es als erfreulich gewertet werden, dass Kapitel sechs des Ausblicks ein äußerst kluges Denken mit sich bringt, wenngleich auch hier Kritik notwendig ist. Verfolgen wir also das Statement mit dem Titel: Kompetenzen von außen holen!

Hier steht geschrieben:

Replik zum Ausblick! Part V!

Submitted by stefanhaslinger on Fri, 04/23/2010 - 21:12
Experimente wagen und gewinnen!, titelt die Nr. 5 des Intendantenausblicks und es sei mir erlaubt nur auf zwei Sätze einzugehen, die den - ansonsten nämlich durchaus disktutierenswürdigen - Text zu einem Ärgernis gestalten.

"Im Kulturhauptstadtjahr war es unumgänglich, eine Fülle von neuen Formaten und Themen, oft auch von neuen Inszenierungsformen zu erfinden und zu erproben." Ja, das mag sein, dass es unumgänglich war, aber es war vor allem möglich weil die budgetären Mittel gegeben waren! Und wieso war es im Kulturhauptstadtjahr unumgänglich? Das liest sich so, als ob Kulturhauptstadt Zwangserneuerung betreiben müsste, sich aber nicht darauf besinnen dürfte Bestehendes verstärkt zu fördern und nach vorne zu stellen.

Replik zum Ausblick! Part IV!

Submitted by stefanhaslinger on Thu, 04/22/2010 - 10:44
In dieser kleinen, zeitlich begrenzten Blog-Reihe widmen wir uns heute dem vierten Ausblick der Intendanz der Kulturhauptstadt, mit welchem sie uns erklären bzw. nahelegen, was bis 2015 zu geschehen hat. Heute ist die Rede von: Die Gewinne bewirtschaften!

Und hier erzählt die Intendanz:„Vieles steht auf der Habenseite von Linz09 – der Abschlussbericht ist dafür ein beredtes und anschauliches Zeugnis. Projekte, Erfahrungen, Imagewerte, Netzwerke und Hoffnungen müssen jedoch weiter bearbeitet werden, um den Gewinn zukunftsorientiert zu realisieren.“ Interessant vorerst ist schon eimal, dass die Sollseite, also das Kontominus nicht angesprochen wird. Sondern – um es wirtschaftlich auszudrücken – geht es um Gewinnmaximierung.

Replik zum Ausblick! Part III

Submitted by stefanhaslinger on Wed, 04/21/2010 - 12:53
So lange kommentiert wird, so lange wird repliziert – das ist ein Versprechen. Und darum widmen wir uns heute dem Kapitel Drei der Visionen, welche die Intendanz von Linz09 für Linz erdacht hat:

Linz ist Stadt und Land!

Hier heißt es: Zu den Grunderfahrungen der Kulturhauptstadt gehört, wie entscheidend ein einvernehmlich enges und klug abgestimmtes Zusammenwirken der Stadt Linz und des Landes Oberösterreich für den Erfolg insgesamt war. Linz09 fiel das leicht, weil der Auftrag an die Projektorganisation seitens der Fördergeber explizit und von Haus aus auf eine starke Synthese abzielte. Im Alltag nach 2009, belastet mit doppelten Strukturen, mit doppelten Funktionsträgern und möglicherweise mit politischen Rivalitäten fällt das alles weit schwerer.

Replik zum Ausblick! Part II!

Submitted by stefanhaslinger on Tue, 04/20/2010 - 09:15
Versprochen ist versprochen, und nachdem der Pilot zur Serie schon auf Kommentare gestoßen ist, gibt es jetzt die Fortsetzung. Lassen sie mich also weiter eintauchen in den Ausblick, den das Intendantenteam von Linz 09 gewährt und lassen sie mich darauf antworten:

Nr. 2 Neue Konzepte statt Ideologien!

Einleitend steht hier der Satz: „Zu diesem Klima gehört, dass Linz weiterhin unnötige ideologische Barrieren abbaut“. Um es gleich vorweg zu nehmen: Um welche Ideologien es sich handelt, die – nach Meinung der Linzversteher(Innen) – wird einmal außen vor gelassen. Vielleicht sprechen sie ja von den „ideologischen Staatsapparaten“. Dann wäre die Diskussion zumindest spannend. Aber so weit geht es dann doch nicht.

Replik zum Ausblick! Part 1!

Submitted by stefanhaslinger on Mon, 04/19/2010 - 10:20
Übrigens war Linz Kulturhauptstadt im Jahr 2009. Eh schon allen egal, oder? Den Verantwortlichen von Linz 09 offenbar nicht und das ist gut so. Sollte gemeint werden. Relativ unbemerkt von einer breiten Öffentlichkeit haben die Verantwortlichen den Versuch unternommen, zehn Empfehlungen „für die Situation und die Anliegen der Kultur in Linz und in Oberösterreich“ zu formulieren. Das sei Ihnen unbenommen. Aber widerspruchslos will ich das auch nicht stehen lassen. Der Start einer kleinen Serie zu den zehn Empfehlungen.

Tempo und Intensität beibehalten!

Solidaritätsfalle!

Submitted by stefanhaslinger on Tue, 04/13/2010 - 11:12
„Read him George Orwell, explain Solidarity because He must understand how he needs us“ (Robert Wyatt; Born Again Cretin)

Die Krise, die Krise, die Krise! Sie hat und trifft uns alle, von allen wird erwartet, dass sie in Zeiten der Krise zusammenhalten. Alle sollen jetzt an einem Strang ziehen, nur was ist am anderen Ende desselben?

Das Gemeinsame wird beschworen, und doch ist die Sicherung der eigenen Pfründe das vordergründige Ziel. Und es wird sich auswirken. Und der – ach so aufgeschlossene und andere – Kulturbereich macht dabei munter mit. Die Falle der Solidarität schnappt wieder einmal zu! Zuerst erklären wir uns einmal alle solidarisch mit allen! Das Angenehme daran ist, dass das nicht weh tut! Sich solidarisch erklären schafft Gewissensberuhigung und die Distanz kann trotzdem gewahrt bleiben. Und ein ruhiges Gewissen in Zeiten der Krise ist bekanntlich ein sanftes Ruhekissen.

Das Kreuz mit den Blasphemikern

Submitted by spam on Mon, 04/12/2010 - 12:19
Von:
Einer sagte mal, wenn den Titanics nichts Neues einfällt, dann tun sie den Hitler aufs Cover. Nachdem im Winter die deutsche, evangelische Bischöfin wegen Trunkenheit am Steuer angezeigt wurde und ihr Amt daraufhin kündigte, ahnte man schon, dass Frau Ex-Bischof Margot Kässmann die nächste zweifelhafte Ehre zuteil werden könnte. Titanic, im Bereich Rechtsstreitigkeiten durchaus erprobt, hat mit dem aktuellen Cover einen Affront angezettelt, der zwar nicht auf die Kässmann abzielt, aber auf Missbrauch durch die Kirche.

Die Crux mit dem Kreuz

Unter der Schlagzeile "Kirche heute" druckte Titanic ein Gemälde ab, auf dem ein Kruzifix dargestellt ist; davor steht mit dem Rücken zum Betrachter ein katholischer Bischof, dessen Kopf den Bereich der Genitalien des Gekreuzigten verdeckt. Resultat: über 120 Beschwerden beim Deutschen Presserat. Zwei Anzeigen bei der Frankfurter Staatsanwaltschaft.

DIT!

Submitted by spam on Wed, 04/07/2010 - 10:12
Von:
FLOSS - Free/Libre Open Source Software, Community-Arbeit und das kreative Arbeiten zwischen Gesetz und Ästhetik sind wesentliche Säulen des Programms von LinuxWochenLinz, kurz LIWOLI 2010, die von servus.at organisiert werden. Unter dem Motto DIT! - Doing It Together werden auch heuer lokale und internationale Theoretikerinnen, Künstlerinnen und Programmiererinnen drei Tage lang an der Kunstuni Linz in einem offenen Rahmen wesentliche Tools und Praktiken im Bereich Freie Software vorstellen und vermitteln.

Lernen und Lehren mit FLOSS

Freie Software, freie Lizenzen und Webtechnologien werden stets wichtiger. An vielen heimischen Universitäten oder Kunstschulen wird Open Source Software aber kaum vermittelt. Der selbständige Umgang mit digitalen Werkzeugen bleibt vernachläßigt.

Kettensägenschutzhose Horst

Submitted by spam on Wed, 03/31/2010 - 18:25
Von:
Durchdrungen und noch immer etwas erschüttert vom größten zivilen Experiment aller Zeiten - im europäischen Teilchenbeschleuniger LHC kollidierten gestern um 13:06 Protonen mit nie zuvor erreichter Energie - durchsuche ich das Internet nach Informationen zu Thema. Wie das beim Surfen im Netz manchmal so ist, verlieren sich die Spuren und plötzlich lande ich auf Telepolis bei einem Artikel mit dem Titel Kettensägenschutzhose Horst. Horst ist intelligente Kleidung. Intelligente Textilien sollen Arbeitsunfälle vermeiden helfen. Im Moment beschäftigt die ForscherInnen am Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen, wie die Stromversorgung der Kettensägenschutzhose Horst funktionieren könnte. Ich hingegen frage mich, welche Schutzkleidung für KulturarbeiterInnen adäquat wäre. Ein Frostschutzganzkörperoverall "Fön", um dem rauen Wind Einhalt zu gebieten?

Ada Lovelace Day 2010: Ushi Reiter

Submitted by aderieg on Wed, 03/24/2010 - 21:23
Von:
Heute, der 24. März, ist Ada Lovelace Day: Heute geht es darum, Frauen in Technologie und Wissenschaft zu nennen und zu ehren. Aus diesem Anlass möchte ich heuer eine Frau nennen, die in Linz lebt und arbeitet – und in dieser Stadt wichtig ist: Ushi Reiter.

Als Künstlerin arbeitet Ushi schon lange mit verschiedenen Medien. Seit 2005 ist sie auch Geschäftsführerin von servus.at. Ende der 90er Jahren waren "Art Servers" viel im Gespräch und stellten ein wichtiges Alternativ zu kommerziellen Angeboten dar. Doch einen kleinen unabhängigen Server zu betreiben, ist keine Kleinigkeit, und um den Art Servers ist es inzwischen sehr still geworden. Dass servus.at in Linz nicht bloss noch existiert, sondern auch ein wichtiger und lebendiger Knotenpunkt im Kulturleben dieser Stadt und darüber hinaus ist, ist ganz und gar nicht selbstverständlich. Dass es so ist, ist im Wesentlichen Ushi zu verdanken.

Bloggen und gegen Rosenkranz tanzen

Submitted by balkonpflanze on Mon, 03/22/2010 - 14:40
Jetzt also doch noch. Dieser Blog will ja kein Schönwetter Blog sein, beim Betrachten der „Tag-Cloud“ liegt dieser Schluss auch nicht sonderlich nahe. Trotzdem kann ich mich ob meines Usernamens kaum dem Vorwurf erwehren, dass ich erst vom Schnee befreiten Balkon zu tippen beginne. Ein Schelm, wer so was denkt!

ad Zivilgesellschaft

Submitted by spam on Mon, 03/22/2010 - 13:10
Von:
Auf der Leipziger Buchmesse traf der Radioaktivist Jörg Stöger den Tierrechtsaktivist und Obmann des Vereins gegen Tierfabriken DDr. Martin Balluch auf der literadio Bühne. Sein Buch „Widerstand in der Demokratie – Ziviler Ungehorsam und konfrontative Kampagnen“ hat Balluch auch als Reaktion auf seine Verhaftung und vorhergehenden Überwachung geschrieben. Es geht um Causa Tierschutzaktivisten und deren Verhaftung nach dem Paragraph 278a. Der Hauptangeklagte im derzeit laufenden, von hoher medialer Aufmerksamkeit begleiteten Prozess legt darin seine Ansichten bezüglich des zivilen Engagement und der demokratiepolitischen Legitimität verschiedener Aktionsformen dar. Im Gespräch führt er diese genauer aus, erzählt über seine persönliche Situation und nimmt zu kritischen Fragen bezüglich einzelner Radikalisierungstendenzen innerhalb der Tierrechtsszene Stellung.

Podcast

Spät aber doch

Submitted by aderieg on Sat, 03/20/2010 - 17:57
Von:
Eigentlich wollte ich ganz was anders schreiben. An einem gewissen Samstag gingen mir beim Aufstehen soviele Gedanken durch den Kopf, doch als die ersten Nachrichten vom Tod Johanna Dohnals auf Twitter auftauchten, stiegen ganz andere Gedanken und Erinnerungen hoch. Dann beschloss ich, die Gedanken bei einer mechanischen Tätigkeit einfach fließen zu lassen und fing an, in der Küche aufzuräumen. Gedankenversunken und unachtsam, blieb ich mit dem Fingernagel am alten Obstkorb hängen, ein Stück vom Korbgeflecht brach ab und setzte sich unter dem Fingernagel fest. Schließlich mußte mir der ganze Fingernagel abgenommen werden, um das Holzstück zu entfernen, und somit war es mit dem Schreiben zunächst einmal aus.

Welche Ironie: Beim Nachdenken über Johanna Dohnal eine solche schmerzhafte Verletzung durch Hausarbeit zuzuziehen, die mich an meine vertrauten Tätigkeiten als selbständige Frau hindert.

Krems: Nur ja keine Vorverurteilungen

Submitted by giro on Wed, 03/17/2010 - 16:09
Von:
Ganz wohl war mir nicht, als ich an einem sonnigen Augusttag vor dem Merkur-Markt in Krems stand und die genervten Fragen eines ORF-NÖ Reporters beantwortete. Im Hintergrund standen heulende Kinder vor einem improvisierten Altar aus Kerzen und Blumen neben dem Eingang des Supermarktes. Sehr zum Ärger vieler KundInnen, die sich durch die trauernden Kids beim Einkaufen gestört fühlten. Der Journalist begrüßte uns mit den Worten "Und ihr seit jetzt auch da, um den Polizisten vorzuverurteilen?"

Gleichstellung: Bitte Warten?

Submitted by spam on Thu, 03/04/2010 - 20:04
Von:
Wir wissen es alle. Doch wenn das Nachrichtenmagazin Profil mit "Macho-Land-Österreich" titelt, dann wenden sich Viele wieder fragend dem Thema zu - auch ich. Wie ist es um die Gleichstellung der Frauen mit den Männern bestellt? Was sagen die Quoten?

Schon die Titelseite des aktuellen Profil ist jedenfalls mit ein paar drastischen Statistiken versehen: *** Frauenanteil im Parlament? Kein Drittel. *** In Aufsichtsräten? Unter 10 Prozent. *** An der Uni-Spitze? Null.

"Das-kann-ich-auch"-Kunst-Verständnis

Submitted by spam on Tue, 03/02/2010 - 11:34
Von:
oder "Man muss darüber nachdenken, ob ich jetzt Kunst fördere, die ich auch für privaten Eintritt am Wiener Gürtel bekomme."

Es gibt Bücher, die tausende mögliche Definitionen über Was-ist-Kunst auseinandersetzen. Für die FPÖ ist das rasch beantwortbar oder zumindest weiß die FPÖ was Kunst nicht ist, beispielsweise: "Rudelbumsen sei einmal keine Kunst." Dieser blumigen Sprache bemächtigt sich die FPÖ, wenn sie sich zur aktuellen Ausstellung in der Secession äußert. Denn dort stellt der Schweizer Künstler Christoph Büchel seinen Ausstellungsraum mit dem Titel Element6 aus. Und für die FPÖ ist es "eine Schweinerei, den als Kunst zu deklarieren."

Frühlingsbeginn in Vorarlberg

Submitted by giro on Thu, 02/25/2010 - 17:17
Von:
Besser kann der Frühling gar nicht beginnen. Heute um 4.00 Uhr in der Früh hätte eine vierköpfige Familie aus dem Kosovo abgeholt und ausser Landes gebracht werden sollen. Als die Fremdenpolizei vor dem Haus in der Vorarlberger Gemeinde Röthis auftauchte wurde sie von Bürgermeister Norbert Mähr und etwa 40 Nachbarinnen und Freundinnen der Familie empfangen, die sich den Polizisten in den Weg stellten und die Abschiebung somit vorerst verhindern konnten. O-ton des Bürgermeisters: "Ich wurde nicht informiert und ich lasse nicht zu, dass die Familie in dieser Form delogiert wird" Hut ab, sag ich nur.

Die teuersten Assistentinnen Österreichs

Submitted by giro on Fri, 02/19/2010 - 17:09
Von:
Eigentlich hab ich mir aus Gründen des gesundheitlichen Selbstschutzes vorgenommen nicht zu jedem typisch "österreichischen" Thema zu bloggen und Absurditäten wie den Assistenzeinsatz des Bundesheeres zu ignorieren. Nachdem jetzt aber die SPÖ-Spitze einmal mehr in die Falle getappt ist und sich bedingungslos für den Grenzeinsatz stark macht, kann ich mich doch nicht mehr zurückhalten. Denn an dieser Frage lässt sich das taktische Dilettantentum in der Sozialdemokratie eindrucksvoll ablesen. Seit 1990 patroullieren Grundwehrdiener an den ehemaligen Ostgrenzen, seit es die nicht mehr gibt im "Hinterland". Es sind befremdliche Bilder, wenn 18jährige mit Sturmgewehr und der Aufgabe "Verdächtiges" der Polizei zu melden durch Wohnsiedlungen marschieren. Aus gutem Grund darf das Bundesheer im Inneren nur in äußersten Notfällen eingesetzt werden.

Schattenkultur

Submitted by spam on Thu, 02/18/2010 - 19:30
Von:
Es gibt ja auch so etwas wie die Kultur des Todes; wird aber gerne verdrängt. Ein Bestattungsunternehmen hat nun mit einer quick & dirty-Werbeaktion Aufsehen erregt. Der Bestattungsunternehmer parkte kurzerhand seinen Leichenwagen mit der Aufschrift "Wir sind allzeit für Sie bereit" an einer stark befahrenen Strasse im Bezirk Schärding. Das klingt kurios, aber gut. Überhaupt könnten Menschen ihre eigenen Nachrufe zeitlebens verfassen, damit erspart man sich, dass man in katholischer Manier Nachgerufen wird. Nam June Paik hat es mit "When too perfect - liebe Gott böse" (NJP) vorgemacht. Die Möglichkeit seinen eigenen Nachruf zu gestalten steht im Übrigen bald zur Disposition. Watch out: abgang.org! Und Nachrufe für kulturpolitische Zustände sollte es auch geben ...

Ende der Werbeschaltung.

5:0 - Wir warten auf Konsequenzen

Submitted by giro on Mon, 02/15/2010 - 14:10
Von:
Nun ist es amtlich (heisst rechtskräftig). Am 11. Februar wurde auch der fünfte Angeklagte der 1. Mai-Demonstration freigesprochen. Ein Desaster für die Polizei, die ja von einem nie dagewesenen Bedrohungspotential sprach. Politiker und Vorgesetzte hatten sich reflexartig hinter die Exekutive gestellt und den gewaltsamen Polizeieinsatz für gerechtfertigt befunden. Doch was passiert nun mit der verhinderten Maidemo? Wie kann es sein, dass eine genehmigte Demonstration eingekesselt und zerschlagen wurde? Wieso wurden Demonstranten verprügelt und festgenommen? Wieso die Anklagen? Wie kann sowas gerechtfertigt werden, wenn dann keine einzige Verurteilung rauskommt? Viel Gewalt, aber keine Schuldigen. Eine massive Einschränkung des Demonstrationsrechtes, aber keine Gründe. Etliche Vorverurteilungen seitens der Politik, aber keine Konsequenzen. Eine Schande.

Ideengenerator anwerfen

Submitted by spam on Mon, 02/15/2010 - 11:17
Von:
170.000 Euro umfassen vier Kultur-Förderprogramme der Stadt Linz. Die vier Kategorien umfassen Leerstand, Ausland, Im Ort und Stadtteil.

LINZimPULS -- Die Stadt Linz schreibt das Förderprogramm LINZimPULS 2010 in der Höhe von Euro 90.000,– aus. Der LINZimPULS unterstützt freie KünstlerInnen, Kulturschaffende und die Freie Szene in Linz. Projektinhalt: Leerstand in Linz Bewerbungsfrist: 27. April 2010

LinzEXPOrt 2010 -- Die Stadt Linz schreibt auf Empfehlung des Stadtkulturbeirates und mit Unterstützung des Landes Oberösterreich ein Förderprogramm unter dem Titel „LinzEXPOrt“ aus, das mit einer Gesamtfördersumme in der Höhe von Euro 50.000,– ausgestattet ist. Projektinhalt: Das Förderprogramm „LinzEXPOrt” soll im Besonderen KünstlerInnen experimentelles und prozesshaftes künstlerisches Arbeiten ermöglichen. Bewerbungsfrist: 28. Mai 2010

Es ist uns nicht egal, aber ...

Submitted by spam on Sat, 02/13/2010 - 17:33
Von:
Am Freitag, den 12. Februar, haben sich in Wien 200 Juristen aus 30 Staaten getroffen, um sich im Rahmen der 38. Europäischen Präsidentenkonferenz mit der Möglichkeiten der Verschiebung vom Rechts- hin zum Überwachungsstaat zu beschäftigen. Zentrales Thema dieses Treffens war die Vorratsdatenspeicherung. Die Vorratsdatenspeicherung, also die über mindestens ein halbes Jahr gespeicherten Daten der Telefon- und Internetkommunikation (wer wen wann von wo aus kontaktiert hat), bedingt, dass Daten quasi anlaßlos und verdachtsunabhängig, sozusagen als präventive Sicherheitsmaßnahme gespeichert werden, damit im Falle des Verdachts, die vermeintliche Täterschaft überführt werden kann. Tatsächlich beauftragte das Infrastrukturministerium letztes Jahr das Ludwig-Bolzmann-Institut für Menschenrechte (BIM) mit dem Gesetzesentwurf zur Vorratsdatenspeicherung.

“Die Freiheit der Kunst, das ist ja etwas sehr, sehr Wichtiges”

Submitted by spam on Thu, 02/11/2010 - 16:33
Von:
...sagt Stefan Petzner, seines Zeichens Kultursprecher des BZÖ und klagt den Wiener Cernin Verlag. David Schalko hat 2009 den Prosaband mit dem Titel “Weiße Nacht” veröffentlicht. Und darin fällt das entscheidende Stichwort: Lebensmensch. Jener Ausdruck, der Ende 2008 zum österreichischen Wort des Jahres 2008 gewählt wurde und 2009 als insbesonders österreichischer Ausdruck in den Duden aufgenommen wurde. Tja. Mit der Klage gegen den Verlag jedenfalls treten einige interessante Aspekte zutage, die als Gesamtpaket als Realsatire Made in Austria gelesen werden können.

Aktionstage - these are the days

Submitted by spam on Tue, 02/09/2010 - 17:05
Von:
Auch in den Ferien gilt das Motto: Es brennt ... an den Universitäten! Der Protest geht weiter und dazu gibt es nun Aktionstage, die zu einem gesamtgesellschaftlichen Protest gegen die Ökonomisierung aller Lebensbereiche aufrufen.

Die protestierenden StudentInnen der JKU-Linz planen am 10. März eine große Auftaktkundgebung zum Bildungsgipfel in Wien, der von 11.-14. März stattfindet. Dabei sollen nicht nur Bildungsthemen transportiert werden, sondern verschiedene Problematiken, die durch die Ökonomisierung aller Lebensbereiche entstehen. Möglichst viele Organisationen sollen daran teilnehmen und ihre Themen an einem Infotisch präsentieren. Auf der Bühne wird außerdem ein offenes Mikrofon bereitstehen. Geplant ist weiters ein umfassendes Kulturprogramm, um eine möglichst große Menge an Menschen zu erreichen.

§278a - mit Sicherheit eine Riesensauerei

Submitted by giro on Tue, 02/09/2010 - 13:59
Von:
Am 2. März beginnt ein Monsterprozess, der den maroden Zustand unseres Rechtsstaates eindrucksvoll illustrieren dürfte. 13 TierschützerInnen wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. 10 von ihnen waren 2008 monatelang in Untersuchungshaft. Den AktivistInnen dürfte ihr Erfolg zum Verhängnis geworden sein. Sie hatten konsequent und auch ein wenig penetrant gegen Pelztierhaltung demonstriert und kampagnisiert. Das letzte "Opfer" der TierrechtsaktivistInnen war Kleider Bauer, ein Konzern mit offenbar besten Kontakten ins Innenmnisterium. Die SOKO "Bekleidung" observierte die Szene daraufhin in einem bisher nie dagewesen Ausmaß. Telefonüberwachung, Peilsender, Kameras und dutzende Beamte im Einsatz. Um Geschäftsinteressen zu wahren und wohl auch mangels islamistischer Terrorzellen in Österreich.

Mit Sicherheit. Die Hilfs-Sherrifs kommen ...

Submitted by spam on Tue, 02/09/2010 - 13:16
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"Sicherheit bedeutet alles und nichts. Sicherheit ist eine Illusion, ein in Wahrheit nicht einhaltbares Versprechen. Sicherheit ist in politischen Auseinandersetzungen jener Trumpf, der ultimativ sticht" liest man in der Ausschreibung zum Innovationstopf 2010. Zwar war Sicherheit/Kriminalität traditionell ein "rechtes" Thema, jedoch ist es nun schon längst salonfähig. Auch bei den letzten Landtags- und Gemeinderatswahlen in OÖ war das Thema Sicherheit eine erfolgreiche Strategie. Es fallen dabei gleich mehrere Dimensionen zusammen: einerseits das Unsicherheitsempfinden der Menschen und auf der anderen Seite das Sündenbockphänomen: denn warum werden Asylwerberinnen in Medien und der Politik als Thema lanciert und als kriminell bezeichnet? Das Verbreiten von Kriminalitätsszenarien zeigt ja kaum Auswirkungen auf das Unsicherheitsempfinden in der Bevölkerung.

Bilder: Vor- & Nach-

Submitted by aderieg on Tue, 02/09/2010 - 12:14
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Zehn Jahre ist es schon her? Beim nichtssagenden Interview mit dem Schweigekanzler letzte Woche in Der Standard sind mir viele Bilder hochgekommen.

Zum Beispiel im Bus, irgendwo eher südlich in Linz: Bei irgendeiner Haltestelle ist eine laute Gruppe Jugendlicher eingestiegen. Forsch, selbstbewußt, dominant haben sie sich breit gemacht, und die üblichen Omas hinter uns haben unglücklich getuschelt. Mit meinen zwei Kindern dazwischen eingequetscht, überraschte mich meine plötzliche Wut auf die aufgebrachten Omas. Wieviele von denen, dachte ich, fanden die schreckliche schwarzblaue Koalition ganz in Ordnung? Und wieso konnten sie keine Verbindung sehen?