Strategien für die Zukunft

Was müssen KulturarbeiterInnen und Kulturorganisationen
selbst tun, um ihre Arbeit zu sichern und weiterzuentwickeln?

Dieser Text war Grundlage für einen Vortrag im Rahmen der
KUPF-Klausur am 29. 9. 2000

von Günter Marchner

Wenn heute von "Kulturarbeit" oder von "Kulturinitiativen" die Rede
ist, wird in erster Linie von ihrer Gefährdung durch die
Sparmaßnahmen der Regierung und von der ideologischen und
politischen Feindschaft, im Besonderen seitens der FPÖ,
gesprochen. Kulturinitiativen verstehen sich als natürliche
Gegner von Blauschwarz und als Teil einer Zivilgesellschaft, die den
Widerstand gegen die Regierungspolitik organisiert. Alles scheint
offensichtlich, der Feind ist klar und die Forderungen auch: Wir
leisten gesellschaftlich wertvolle Arbeit, der Staat soll sie
bezahlen usw..

Ich möchte aber im Gegensatz dazu jene Themen benennen, die in
der Kulturszene vordergründig kaum diskutiert werden, die aber
nachhaltig die Situation von Personen, Organisationen und
Verbänden beeinflussen, die Kulturarbeit leisten. Sie betreffen
nur teilweise die Sparmaßnahmen oder politische Feinde, sondern
die Frage:
Was können und sollen KulturarbeiterInnen und
Kulturorganisationen Ð jenseits von den derzeitigen politischen
Rahmenbedingungen Ð selbst tun, um ihre Arbeit zu sichern und weiter
zu entwickeln?

Meine Thesen

These 1: Es kommt in der Kulturarbeit nicht nur auf die
Höhe der öffentlichen Mittel und auf gute politische
Rahmenbedingungen an, sondern auch darauf, wie gearbeitet wird
(Qualität, Professionalität). Kulturarbeit ist auf
Reflexionsfähigkeit und Professionalität angewiesen.
These 2: Kulturorganisationen müssen aus ihren
Erfahrungen im Umgang mit Organisationsstrukturen lernen. Einerseits
gibt es normale Alterungsprozesse von Organisationen, andererseits
Erfahrungen und Probleme, die für Kulturorganisationen typisch
sind. Für Kulturorganisationen wird es überlebensnotwendig,
Erfahrungen und Probleme zu reflektieren und daraus Konsequenzen zu
ziehen.

These 3: Kulturorganisationen und der gesamte neue kulturelle
Sektor müssen ihr Selbstverständnis reformulieren und neue
Strategien zur Sicherung ihrer Zukunft entwickeln. Sonst bleiben die
Angebote, Qualitäten und Strukturen das Projekt einer Generation
und sie werden verschwinden.

Diese Thesen betreffen natürlich im Besonderen
FunktionärInnen von Verbänden und beruflich Tätige in
Kultureinrichtungen. Im Folgenden möchte ich diese Thesen
erläutern und begründen. Einerseits benenne ich bisherige
Entwicklungen, die ich beobachtet habe. Andererseits möchte ich
Schlussfolgerungen und Konsequenzen nennen, die sich meines Erachtens
daraus ergeben.

Was ist Kulturarbeit?
Was ist sie nicht?

Wenn jemand fragt, was Kulturarbeit ist, wird es immer verschiedene
Antworten geben. Das liegt an der Weite und Schwammigkeit dieses
Begriffs sowie an unterschiedlichen Zugängen. Da in
Kultureinrichtungen sowohl Männer und Frauen tätig sind als
auch unterschiedliche "Typen" wie zum Beispiel ManagerInnen,
PädagogInnen, KünstlerInnen, MacherInnen, NetworkerInnen
oder Technikfreaks, werden auch die Vorstellungen über Inhalte
und Aufgaben von Kulturarbeit und über das "Programm" von
Kultureinrichtungen unterschiedlich ausfallen Ð je nachdem wer sich
durchsetzt. Trotzdem möchte ich diesen Begriff eingrenzen:
Kulturarbeit ist auf alle Fälle nicht auf die "Organisation" von
Veranstaltungen und auf "Vermittlung" zu reduzieren. Schon gar nicht
ist sie mit Kunstproduktion gleichzusetzen (obwohl KünstlerInnen
natürlich auch Kulturarbeit betreiben können). Diese
Verwirrungen haben mit Ungenauigkeiten zu tun. Permanent werden
"Kunst" und "Kultur" verwechselt bzw. gleichgesetzt. Die
öffentliche, mediale und politische Wahrnehmung setzt
Kulturarbeit allzu rasch mit der Herstellung eines bunten
Veranstaltungsangebotes gleich.

Ich möchte daher einige Elemente hervorheben, die meines
Erachtens Kulturarbeit ausmachen:

  • Kulturarbeit hat ein Selbstverständnis: Sie ist mit
    politischem und sozialem Engagement verbunden und hinterfragt
    Machtverhältnisse und Traditionen.
  • Kulturarbeit bezieht sich auf Lebensweisen,
    Wertvorstellungen und Utopien (siehe der alte Slogan der
    70er/80er Jahre: Wie wollen wir leben und arbeiten?).
  • Kulturarbeit hat emanzipatorische Ziele (Aufklärung,
    Bewusstseinsbildung, Veränderung).
  • Kulturarbeit versteht sich als Intervention: Sie soll etwas
    in Bewegung bringen, Impulse setzen, aktivieren usw..
  • Kulturarbeit findet in verschiedenen Bereichen und Orten
    statt: Nicht nur im Kulturzentrum, sondern ebenso in der
    Jugendarbeit, in der Museumsarbeit, in der Erwachsenenbildung
    oder in der Gemeindeentwicklung.
  • Kulturarbeit findet in unterschiedlichen Formen statt: als
    Tätigkeit von EinzelkämpferInnen oder im Rahmen von
    neuen und etablierten Einrichtungen (von autonomen
    Kulturinitiativen bis hin zu Volkshochschulen).

Mein Fazit daraus lautet: Der Begriff von "Kultur" und das Feld von
Kulturarbeit ist sehr weit. Die Grenze zu Sozialem und zur Politik
verschwimmt. Kulturarbeit hat mindestens mit der "Herstellung eines
kreativen Klimas" (Gerhild Trübswasser, KUPF ??? 2000) und mit
der Schaffung von "Möglichkeitsräumen" zu tun. Kulturarbeit
"macht" nicht, sondern sie fördert: Sie gestaltet
Rahmenbedingungen, sie schafft Möglichkeiten, damit bestimmte
Aktivitäten und Prozesse Ð von Lernerfahrungen, Gruppenprojekten
bis hin zu qualitätsvollen Ereignissen - geschehen können.
Sie ist weniger eine punktuelle Angelegenheit als ein
kontinuierlicher Prozess.

Typische Entwicklungen in der Kulturszene

"Fallen" der Kulturarbeit:

Überforderung: Von Kulturarbeit wird Ð von innen wie von
außen Ð etwas erwartet. Sie soll etwas bewirken, bewegen,
ermöglichen und verändern. KulturarbeiterInnen können
dabei mit falschen bzw. überzogenen Ansprüchen konfrontiert
werden. Es gibt auch hier die Erfahrung des "Burn-Out". Druck und
Überforderung haben damit zu tun, dass man zu wenig über
Ziele, Rollen und Aufgaben nachdenkt und Klarheit schafft.

Schrebergarten: Aufgrund unklarer Vereinbarungen und Ziele und
falsch verstandener Autonomieansprüche besteht die Gefahr, dass
"Spielwiesen" und "Schrebergärten" entstehen. Projekte werden
gemacht, ohne dass Ziele, Ergebnisse, Zielgruppen Ð und vor allem
Qualitäten und Ergebnisse festgelegt werden. Wenn nie jemand
danach fragt, wird Kulturarbeit rasch zur unhinterfragten Spielwiese
persönlicher Interessen und Vorlieben.
Beschränkung auf "Herzeigbares" und "Sichtbares": Wenn
Ziele wie zum Beispiel das Ermöglichen kreativer Prozesse aus
dem Blick geraten, beschränkt man sich rasch auf Herzeigbares
und auf Gefragtes, auf Veranstaltungsorganisation und auf "Programm
machen". Dann fallen prozessorientierte Kulturprojekte wie z.B.
Schreibwerkstätten von Frauen nicht auf, weil sie
unspektakulär sind. Fehlende Konzepte im Bereich der
Kulturarbeit machen anfällig für Interessen von
FördergeberInnen und jenen, die am lautesten schreien, weil man
ihnen nichts entgegenhalten kann.
Prekäre Rahmenbedingungen: Prekäre
Arbeitsbedingungen aufgrund zu geringer, unregelmäßiger
und fehlender mittel- bis langfristig gesicherter Mittel prägen
die Erfahrungen in der Kulturarbeit. Für Berufstätige im
Bereich der Kulturarbeit fehlen Zukunftsperspektiven
(Karriereplanung, Umstiegsmöglichkeiten, Anerkennung von
Qualifikationen über den eigenen Sektor hinaus), wie sie in
anderen Bereichen üblich sind.
Zusammenarbeit zwischen Ehrenamtlichen, Angestellten und
FunktionärInnen:
Die Zusammenarbeit zwischen Ehrenamtlichen,
Angestellten und FunktionärInnen im Rahmen von
Kulturorganisationen ist schwierig, aber notwendig. Notwendig ist
sie, weil sie konstitutiver Bestandteil von Engagement und Initiative
ist. Diese Zusammenarbeit stellt eine besondere Herausforderung
für alle Beteiligten dar. Je größer und
professioneller Kulturorganisationen sind, desto rascher opfern sie
diese Zusammenarbeit einer professionell funktionierenden
Programmmaschine.

Generationenwechsel, neue Bedürfnisse und Zielgruppen:
Angestellte und FunktionärInnen werden, gemeinsam mit ihrem
Publikum bzw. den Vereinsmitgliedern älter. Der Anspruch einer
ehemaligen schwungvollen alternativen Jugendkultur kann nicht mehr
aufrechterhalten werden. Kulturinitiativen müssen sich neu
orientieren, um nicht "alt" auszusehen. Dies hat Konsequenzen in
Bezug auf ihre Zielgruppen, Inhalte, Schwerpunkte, Arbeitsweisen,
ihre Organisationsstruktur und letztlich auf ihr
Selbstverständnis. Kulturinitiativen erleben in dieser Hinsicht
ähnliche Probleme wie traditionelle Einrichtungen der
Erwachsenenbildung und der Volkskultur.
Der Widerspruch zwischen demokratischem Anspruch und der
"Realverfassung" in Kulturorganisationen:
Alternative
Organisationen sind mit typischen Problemen konfrontiert. Ein
umfassender Demokratieanspruch wird zur Ausrede für Unklarheit
und Entscheidungsunfähigkeit. Aufgaben, Kompetenzen, Funktionen,
Rollen werden nicht klar festgelegt. Worüber wie und von wem
entschieden werden soll, bleibt offen. Es wird viel diskutiert, aber
Entscheidungen werden nicht getroffen Ð und wenn, dann von den
informellen MachtträgerInnen. So entstehen Frustration über
mangelnde Gestaltbarkeit und Veränderbarkeit auf der einen Seite
und die Zementierung informeller Machthierarchien auf der anderen
Seite.

Die gegenwärtige Situation des neuen kulturellen
Sektors

Entwicklung eines neuen Sektors: Seit den 80er Jahren hat sich
der sogenannte "neue kulturelle Sektor" entwickelt und (wenn auch
prekär) etabliert. Es gibt neue Arbeitsplätze,
Berufsbilder, neue Angebote. Dieser Bereich erfüllt spezifische
Leistungen und Funktionen, die aus diesem Grund auch öffentlich
finanziert werden. Dieser Bereich ist durch eine Mischung
charakterisiert, wie sie für den gemeinnützigen bzw.
Non-Profit-Bereich im allgemeinen existiert: Es wird sowohl
ehrenamtliche als auch hauptamtliche Arbeit geleistet. Es gibt sowohl
private als auch öffentliche Finanzierung.

Der Staat als Förderer der Kulturinitiativen: Die
öffentliche Finanzierung beruht auf Grundsätzen und
Bekenntnissen Ð vor allem der sozialdemokratischen Kulturpolitik Ð
seit den 70er Jahren: Bildung und Kultur sollen für alle da
sein. Der Staat unterstützt gesellschaftliche
Aufbruchsbewegungen. Der gute "josefinische" Onkel (in Form von
BeamtInnen und PolitikerInnen) ist zuständig für
Engagement, Initiative und gesellschaftliche Aufbrüche Ð nicht
die "Civil Society". Er fördert nicht-kommerzielle
gesellschafts- und demokratiepolitisch als wertvoll erkannte
Initiativen und Projekte Ð als Aufklärung von oben aus dem
Ermessensbereich. Kulturinitiativen haben ein durchaus typisch
österreichisches Selbstverständnis: Einerseits halten sie
sich aus der Tradition der Alternativbewegung und der neuen sozialen
Bewegungen kommend für autonom. Andererseits halten sie es
für selbstverständlich, dass der Staat die erste Adresse
für die Finanzierung ihrer Aktivitäten ist.
Der Wandel zum neoliberalen Wettbewerbsstaat und seine
Auswirkungen:
Vordergründig sind Sparmaßnahmen und
eine Partei wie die FPÖ ein Problem. Gleichzeitig sind die
Sparmaßnahmen aber Ausdruck eines Strukturwandels und eines
veränderten Zeitgeistes Ð dem auch die SPÖ seit vielen
Jahren entsprochen hat. Das Problem sind die wirtschaftliche
Liberalisierung der österreichischen Gesellschaft und die damit
verbundenen Auswirkungen auf Politik und die Rolle des Staates. Was
wird zukünftig als Aufgabe der Politik und von öffentlicher
Finanzierung gesehen? Hat im neoliberalen Wettbewerbsstaat die
öffentliche Finanzierung für gemeinnützige und
kulturelle Tätigkeiten einen Platz? Beschränkt man sich auf
die "wesentlichen" staatstragenden Einrichtungen und Events und
verzichtet man auf die Vielzahl kleiner und mittlerer
Kultureinrichtungen?
Das Dilemma des neuen kulturellen Sektors: Ganz egal welche
Regierungen wir haben werden: Die gewohnte Rolle des Staates (als
Aufklärer, Unterstützer und Garant für ein
Kulturangebot) sieht ziemlich alt aus. In Österreich scheint
derzeit ziemliche Verwirrung darüber zu herrschen, dass das
Gewohnte in die Defensive geraten ist und neue Perspektiven (noch)
nicht in Sicht sind. Daraus ergeben sich folgende Probleme für
den neuen kulturellen Sektor: Einerseits wird öffentliche
Finanzierung von Kultur zunehmend in Frage gestellt. Das alte
Selbstverständnis, dass der Staat und die "richtige", gut
meinende Politik für die Finanzierung von Kulturarbeit und
Kulturorganisationen zuständig sein müssen, gerät ins
Wanken. Andererseits gibt es derzeit keinen Ansatzpunkt für eine
Neudefinition der Rolle von öffentlicher Finanzierung und der
Verantwortung der Kulturpolitik. Aber hängt der Bestand von
Kulturstätten allein von der öffentlichen Finanzierung ab?
Muss man Kulturstätten zusperren, weil die Politik versagt und
weil der Staat sich zurückzieht?

Neue Herausforderungen Für Kulturorganisationen

Ausgehend von meinen Eingangsthesen und den Erläuterungen
möchte ich folgende Konsequenzen ableiten:
Zu These 1: Es kommt in der Kulturarbeit nicht nur auf die
Höhe der öffentlichen Mittel und auf gute politische
Rahmenbedingungen an, sondern auch darauf, wie gearbeitet wird
(Qualität, Professionalität). Kulturarbeit ist auf
Reflexionsfähigkeit und Professionalität angewiesen:

  • Es geht heute weniger um die Vermehrung konsumierbarer
    Angebote, sondern um die Schaffung von Rahmenbedingungen und
    von Angeboten für kreative Prozesse, Eigenaktivitäten
    und Erfahrungen.
  • Kulturarbeit braucht Klarheit über Rollen, Aufgaben
    und Funktionen ihrer Tätigkeit.
  • Sie braucht Instrumente und Werkzeuge. Diese können
    die Arbeit erleichtern und ihre Qualität steigern.
  • Kulturarbeit braucht angemessene Kriterien und Formen der
    Bewertung ihrer Qualität, ihrer Ergebnisse und ihrer
    Erfolge. Sie muss sie selbst entwickeln, sonst tun es andere.
    Die Bewertung für "Erfolg" hängt in erster Linie von
    den Zielen ab.
  • Kulturarbeit braucht Professionalität im Sinne von
    verbindlichen Standards und Kriterien für ein Arbeitsfeld
    und Berufsbild.

Zu These 2: Kulturorganisationen müssen aus ihren
Erfahrungen im Umgang mit Organisationsstrukturen lernen. Einerseits
gibt es normale Alterungsprozesse von Organisationen, andererseits
Erfahrungen und Probleme, die für Kulturorganisationen typisch
sind. Für Kulturorganisationen wird es überlebensnotwendig,
Erfahrungen und Probleme zu reflektieren und daraus Konsequenzen zu
ziehen:

  • Der Betrieb von Kulturorganisationen ist mit klassischen
    Anforderungen verbunden: Wie andere Organisationen sind sie auf
    Führung und Entscheidungsfähigkeit sowie auf die
    Klarheit von Rollen, Funktionen und Aufgaben angewiesen.
  • Für grundlegende Ansprüche und konstitutive
    Elemente von Kulturorganisationen wie zum Beispiel
    "Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen",
    "Offenheit", "Entwicklungs- und Neuerungsfähigkeit" oder
    "Zielgruppenorientierung" müssen geeignete
    Rahmenbedingungen und Maßnahmen getroffen werden. Sie
    müssen überprüft, sichergestellt, vielleicht
    auch reformuliert werden. Sonst stehen sie nur in den
    Statuten.

Zur These 3: Kulturinitiativen müssen ihr
Selbstverständnis reformulieren und neue Strategien zur
Sicherung ihrer Zukunft entwickeln. Sonst bleiben die Angebote,
Qualitäten und Strukturen das Projekt einer Generation und sie
werden verschwinden.

  • Wenn bisherige Strategien (Forderungen an die Politik) in
    die Defensive geraten, hat es wenig Sinn, weiterhin auf
    gewohnte Argumentationsmuster zu setzen. Einerseits müssen
    Begründungen für die Notwendigkeit der
    öffentlichen Finanzierung von Kunst und Kultur erneuert
    und reformuliert werden. Andererseits müssen
    zusätzliche Strategien für die Sicherung und
    Weiterentwicklung des kulturellen Sektors erarbeitet werden.
    Dabei kann sowohl von den Erfahrungen in anderen Ländern
    als auch aus anderen Non-Profitbereichen (Soziale Dienste,
    Umweltschutzorganisationen, NGOÕs) gelernt werden.
  • KulturarbeiterInnen und Kulturorganisationen müssen
    als Teil eines dritten Sektors verstanden werden. Dazu
    zählen soziale Einrichtungen, Erwachsenenbildung, NGOÕs
    oder die Feuerwehr. Die Rahmenbedingungen für diesen
    Sektor hängen von einer Neudefinition der Rolle des
    Staates und der öffentlichen Finanzierung ab.
  • Es braucht nicht nur eine Krisenstrategie gegen politisch
    motivierte Kahlschläge und Sparpakete, sondern auch eine
    Zukunftsstrategie, um mit den grundlegenden gesellschaftlichen
    Veränderungen wirkungsvoll umgehen zu können.